DGU diskutiert Weiterbildung in der Urologie: Ambulantisierung und Strukturreformen gefährden Nachwuchsgewinnung
Beim parlamentarischen Abend der DGU am 20. Mai 2026 in Berlin diskutierten Vertreter aus Medizin, Hochschulen und Berufspolitik, wie urologische Weiterbildung trotz Ambulantisierung, Personalmangel und Krankenhausreform verlässlich organisiert werden kann…
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Krankenhausreform, Personalmangel und Ambulantisierung gefährden die strukturierte Weiterbildung in der Urologie. Das war die zentrale Botschaft des parlamentarischen Abends der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) am 20. Mai 2026 in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. DGU-Präsidentin Prof. Susanne Krege warnte: Wer klinische Weiterbildung heute nicht strukturell schütze, verliere morgen Nachwuchs und Versorgungssicherheit.
DGU-Generalsekretär Prof. Maximilian Burger thematisierte die Erwartungen junger Ärzte an Studium und Beruf, Fragen zur Supervision, Teamkultur und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Prof. Rainer Petzina, Rektor der MSH Medical School Hamburg, stellte privat finanzierte Hochschulmodelle als ergänzenden Ansatz gegen den Ärztemangel vor. Dr. Elmar Mehring von der Bundesärztekammer zeigte, wie stark regulatorische Anforderungen in der Weiterbildungsordnung gewachsen sind.
BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa verwies auf die zunehmende Verlagerung urologischer Leistungen in den ambulanten Bereich und forderte entsprechende Rotationen in der Weiterbildung. Eine GeSRU-Umfrage, vorgestellt von Dr. Nadim Moharam, ergab hohe Zufriedenheit mit dem Fach Urologie, aber Defizite bei Planbarkeit, Supervision und der praktischen Umsetzung von Weiterbildungsinhalten.
In der Diskussion spielten Rotationsplanung, Finanzierung ambulanter Weiterbildung, neue Arbeitszeitmodelle sowie der Einsatz digitaler Systeme und künstlicher Intelligenz eine Rolle. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte CDU-Politiker Matthias Hauer, MdB, übernommen.
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