DGU-Kongress: KI soll in fünf Jahren zum urologischen Standard gehören
Auf dem 78. DGU-Kongress in Düsseldorf diskutierten Urologen über den praktischen Einsatz von KI in Diagnostik, Therapie und Dokumentation sowie über ethische Grenzen der Technologie…
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DGU-Präsidentin Prof. Susanne Krege hatte Künstliche Intelligenz als zentrales Thema des 78. DGU-Kongresses vom 16. bis 19. September 2026 in Düsseldorf gesetzt. In Plenum und Berufspolitischem Forum trafen Begeisterung und Kritik aufeinander.
Der Münchner Onkologe Prof. Torsten Haferlach prognostizierte, KI werde in fünf Jahren Teil des urologischen Workflows sein. Sie könne in der Diagnostik Tumoren erkennen, Therapieentscheidungen durch Risikoberechnung stützen, bei Operationen assistieren und die Nachsorge personalisieren.
Der Luzerner Ethiker Prof. Peter G. Kirchschläger warnte vor fehlender demokratischer Kontrolle. KI liege in der Hand weniger Tech-Konzerne und könne weder ethische Standards setzen noch echte Empathie aufbringen. Er arbeitet am Aufbau einer internationalen Agentur bei der UN nach dem Vorbild der Atomenergie-Organisation.
Die Mannheimer Assistenzärztin Dr. Luisa Renner verwies auf eine JAMA-Internal-Medicine-Studie, nach der Patienten KI-Antworten als empathischer bewerteten als die von Ärzten. Sie ordnete das als ELIZA-Effekt ein. Große Erwartungen richteten sich an „Aimbient KI“, ein System, das Arztgespräche mithört und dokumentiert. Dr. Nadim Moharam, DGU-Generalsekretär Prof. Maximilian Burger und BDU-Präsident Dr. Axel Belusa forderten, KI gezielt für die Entlastung bei der Dokumentation zu nutzen. Die Selbstverwaltung müsse den Einsatz aktiv gestalten.
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