Diakovere schreibt schwarze Zahlen und plant bis 2035 mehr als 500 Millionen Euro Investitionen

Diakovere erzielt 2025 ein Konzernergebnis von 1,7 Millionen Euro bei 449 Millionen Euro Umsatz und plant bis 2035 Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro in zwei Hannoveraner Standorte…

3. Juli 2026
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Niedersachsens größter freigemeinnütziger Gesundheitskonzern Diakovere schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernergebnis von 1,7 Millionen Euro ab. Bei einem Umsatz von 449 Millionen Euro investierte das Unternehmen parallel rund 45 Millionen Euro.

Mit der „Medizinstrategie 2035″ hat Diakovere einen langfristigen Entwicklungsrahmen für seine Krankenhäuser beschlossen. Das Konzept sieht zwei spezialisierte Standorte in Hannover vor. Die Akut- und Notfallmedizin im Westen, konzentriert im Friederikenstift, sowie Langzeitmedizin im Osten, in der die Kompetenzen von Henriettenstift und Annastift gebündelt werden sollen. Das Modell folgt fünf Versorgungspfaden und einer klaren Standortlogik.

Bis 2035 plant Diakovere Gesamtinvestitionen von mehr als 500 Millionen Euro. Ein erster Ausbauschritt umfasst rund 250 Millionen Euro. Ergebnisse zur fachlichen Ausgestaltung sollen bis Ende 2026 vorliegen.

Medizinischer Geschäftsführer Prof. Thomas Moesta kündigt an, Medizin künftig patientenorientiert, interprofessionell und sektorenübergreifend zu organisieren.

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hans Ulrich Anke kritisiert die Berliner Reformpolitik scharf. Die Sparpläne des Bundesgesundheitsministeriums erzeugten Unsicherheit. Freigemeinnützige Träger seien besonders betroffen, da sie anders als kommunale oder landeseigene Kliniken keinen öffentlichen Defizitausgleich erhalten. Gemeinsam mit mehr als 50 freigemeinnützigen Krankenhäusern aus Niedersachsen fordert Diakovere die vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen und inflationsbedingten Mehrkosten sowie faire, trägerunabhängige Wettbewerbsbedingungen.

Quelle:
kma-online.de

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