DKG warnt vor Folgen anhaltender Unterfinanzierung

Die Finanzierungslücke bei Krankenhausinvestitionen bleibt hoch. Trotz steigender Landesmittel reicht das Geld nicht aus. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht wachsende Risiken für die Versorgung…

12. Januar 2026
  • Ökonomie

Die Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser bleibt deutlich hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft belief sich der Investitionsbedarf im Jahr 2023 auf 6,52 Milliarden Euro. Die Bundesländer stellten jedoch nur 3,89 Milliarden Euro bereit. Daraus ergibt sich eine Lücke von mehr als 2,6 Milliarden Euro.

Zwar erhöhten die Länder ihre Mittel im Jahr 2024 auf rund 4,24 Milliarden Euro. Inflationsbereinigt liegt das Niveau jedoch deutlich unter dem Stand der frühen 1990er Jahre. Die Investitionsquote der Krankenhäuser ist seitdem stark gesunken.

Der geplante Transformationsfonds im Rahmen des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes wird aus Sicht der Kliniken die strukturelle Unterfinanzierung nicht beheben. Die DKG fordert die Länder auf, ihrer gesetzlichen Verantwortung nachzukommen. Fehlende Investitionen belasten Gebäude, Technik, Digitalisierung und gefährden langfristig die Versorgungsqualität.

Quelle:
aerzteblatt.de

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