DKI-Analyse widerlegt Krankenhäuser als Kostentreiber der GKV

Eine DKI-Sonderauswertung belegt, dass Krankenhäuser die GKV-Ausgaben nicht treiben. Die eigentlichen Ursachen der Finanzprobleme liegen auf der Einnahmeseite…

6. Juli 2026
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Krankenhäuser sind nicht die Ursache der GKV-Finanzprobleme. Das belegt eine Sonderauswertung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zur Entwicklung der GKV-Einnahmen und -Ausgaben von 2000 bis 2025, die auf Daten des Bundesministeriums für Gesundheit und des Statistischen Bundesamtes basiert.

Die Zahlen widersprechen dem Vorwurf überdurchschnittlicher Kostensteigerungen. Inflationsbereinigt stiegen die Krankenhausausgaben seit 2000 um 54 Prozent, die gesamten GKV-Leistungsausgaben dagegen um 63 Prozent. Der Krankenhausanteil an den GKV-Leistungsausgaben sank im gleichen Zeitraum von 35 auf 33 Prozent. Auch zwischen 2020 und 2025 lagen die Krankenhausausgaben ohne den Effekt des politisch eingeführten Pflegebudgets mit 29 Prozent unter dem GKV-Gesamtanstieg von 35 Prozent.

Die eigentliche Ursache der Finanzprobleme liegt laut DKI auf der Einnahmeseite. Die beitragspflichtigen Einnahmen je GKV-Mitglied wuchsen seit 2000 real nur um rund fünf Prozent, das BIP pro Kopf dagegen um rund 25 Prozent. Bei einer Wirtschaftsentwicklung auf EU-Durchschnittsniveau hätte die GKV zwischen 2022 und 2025 rund 42 Milliarden Euro zusätzliche Beitragseinnahmen erzielt.

Verschärft wird die Lage durch unzureichende Bundesfinanzierung versicherungsfremder Leistungen. Laut einer Studie des IGES Instituts erbringt die GKV solche Leistungen im Umfang von rund 64 Milliarden Euro. Knapp 22 Milliarden Euro davon müssten aus Steuermitteln finanziert werden. Der Bundeszuschuss beträgt seit 2017 unverändert 14,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt eine Unterfinanzierung der Versorgung von Bürgergeldbeziehenden von rund 12 Milliarden Euro jährlich.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert, die GKV-Einnahmebasis nachhaltig zu stärken, versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren und geplante Krankenhauskürzungen im parlamentarischen Verfahren zurückzunehmen.

Quelle:
dkgev.de

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