Ex-Klinikchef warnt vor politischer Symptombekämpfung in der Versorgung

Der langjährige Klinikmanager Ulrich Gnauck kritisiert politische Einzelentscheidungen ohne Gesamtkonzept und fordert eine realistische, koordinierte Neuordnung der Gesundheitsversorgung…

15. Januar 2026
  • Politik

Ulrich Gnauck, langjähriger Geschäftsführer des Asklepios Klinikums Uckermark, blickt mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung der regionalen Gesundheitsversorgung. Am Beispiel der Uckermark beschreibt er einen grundlegenden Strukturwandel: sinkende Einwohnerzahlen, kürzere stationäre Verweildauern und eine zunehmende Spezialisierung der Medizin verändern den tatsächlichen Versorgungsbedarf.

Politische Entscheidungen hielten jedoch vielfach an überholten Vorstellungen fest. Der Wunsch nach flächendeckender Grundversorgung sei nachvollziehbar, lasse sich unter den bestehenden Rahmenbedingungen aber kaum qualitätsgesichert umsetzen. Gnauck warnt vor einer weiteren Aufsplitterung von Angeboten und verweist auf die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen. Für eine tragfähige Daseinsvorsorge brauche es eine koordinierte Landesplanung, die Krankenhäuser, Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung einbindet. Zudem kritisiert er parallele Verwaltungsstrukturen und fordert ein grundsätzlich neues Denken in Finanzierung und Organisation des Gesundheitssystems.

Quelle:
pressreader.com

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