Finanzkommission Gesundheit befragt Krankenkassen zu Prävention, Digitalisierung und Morbi-RSA

Die Finanzkommission Gesundheit befragt Krankenkassen zu Prävention, Digitalisierung und Morbi-RSA, um bis Ende 2026 Reformvorschläge vorzulegen…

31. Juli 2026
  • Politik

Die Finanzkommission Gesundheit treibt die Vorbereitung einer Strukturreform im Gesundheitswesen voran. In einer der Zeitschrift G+G vorliegenden Befragung bat sie die Krankenkassen, bis 31. August ihre Reformideen, Erfahrungen und Expertise einzubringen. Die 23 Fragen decken vier Bereiche ab: Prävention, Digitalisierung, Selbstverwaltung und den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.

Prävention steht im Mittelpunkt der Befragung. Die Kommission fragt, ob der Morbi-RSA dazu führt, dass Kassen weniger in Prävention oder innovative Konzepte investieren. Zugleich bittet sie die Kassen um ihre Einschätzung, welche Präventions- und Vorsorgeleistungen tatsächlich wirken und nachweislich sozioökonomisch benachteiligte Versicherte erreichen. Bestehende Angebote werden dabei auf ihren Nutzen hinterfragt.

Weitere Schwerpunkte sind Digitalisierung und Wettbewerb. Die Kommission fragt unter anderem, welche Änderungen den Kassen den Abschluss von Selektivverträgen erleichtern könnten. Bis Ende des Jahres will die Kommission ihre Vorschläge vorlegen.

In diesen laufenden Prozess tritt nun Carsten Linnemann als neuer Bundesgesundheitsminister. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannte den bisherigen CDU-Generalsekretär und promovierten Volkswirt zum Nachfolger von Nina Warken, die nach gut 14 Monaten ins Kanzleramt wechselt. Linnemann kündigte an, die Reformen fortzuführen. Der GKV-Spitzenverband bezeichnete die Aufgabe als „Mammutaufgabe“. Verbandschef Oliver Blatt mahnte: „Wir müssen jetzt gemeinsam die Ärmel hochkrempeln.“

Quelle:
aok.de

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