Freitags-OPs mit erhöhtem Sterberisiko – Forscher fordern bessere Arbeitsbedingungen

Eine neue Studie zeigt: Patienten sterben häufiger, wenn ihre OP kurz vor dem Wochenende stattfindet. Ursachen sind laut Forschern Erschöpfung, geringere Erfahrung der Freitagsteams und organisatorische Schwächen. Notoperationen sind davon nicht betroffen – sie erfolgen unabhängig vom Wochentag.

26. März 2025
  • Medizin
  • QM


Eine internationale Studie hat ergeben, dass Routineoperationen am Freitag mit einem um fünf Prozent erhöhten Sterberisiko verbunden sind. Die Untersuchung basiert auf knapp 430.000 Eingriffen aus Kanada. Ursachen sind laut den Forschern personelle und organisatorische Faktoren, etwa die geringere Erfahrung des OP-Teams sowie die sogenannte Freitagsmüdigkeit. Auch Unterschiede in der Pflegekoordination am Wochenende spielen eine Rolle. Notoperationen zeigen dieses Risiko nicht, da sie zeitlich nicht verschiebbar sind. Die Studienautoren fordern, die Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal zu verbessern, um eine gleichbleibende Versorgungsqualität unabhängig vom Wochentag zu gewährleisten…

Quelle:

morgenpost.de


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