Früherkennung antibiotikaresistenter Bakterien durch vernetzte Daten

Das Projekt GUARDIAN nutzt Künstliche Intelligenz, um resistente Bakterien frühzeitig zu erkennen. Vernetzte Daten aus Medizin, Umwelt und Landwirtschaft sollen Risiken sichtbar machen…

16. Januar 2026
  • Data und KI
  • Medizin

Antibiotikaresistente Bakterien stellen eine wachsende Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Besonders Enterobakterien verbreiten ihre Resistenzen über mobile genetische Elemente und entziehen sich damit wichtigen Therapien. Das Forschungsprojekt GUARDIAN greift diese Herausforderung auf. Koordiniert wird das Vorhaben vom Institut für Medizinische Informatik der Justus-Liebig-Universität Gießen.

GUARDIAN kombiniert genomische Analysen mit Methoden des Maschinellen Lernens. Ziel ist eine frühzeitige Erkennung und Bewertung von Ausbrüchen resistenter Erreger. Dafür werden Daten aus Human- und Veterinärmedizin, Lebensmittelüberwachung und Umweltanalysen zusammengeführt. Ein zentrales KI-Dashboard soll die Ergebnisse in nahezu Echtzeit aufbereiten und Fachkräften belastbare Entscheidungsgrundlagen liefern.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt mit 3,5 Millionen Euro. Im Fokus stehen Bakterien wie Escherichia coli, Klebsiella oder Enterobacter, die häufig gegen Reserveantibiotika unempfindlich sind. Der interdisziplinäre One-Health-Ansatz stärkt Prävention, Überwachung und Krisenmanagement im Gesundheitswesen.

Quelle:
biermann-medizin.de

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