Führungswechsel in Garmisch-Partenkirchen: Klinikum sucht neuen Chef für 110-Millionen-Bauprojekt

Nach elf Jahren verlässt Geschäftsführer Frank Niederbühl das Klinikum Garmisch-Partenkirchen zum 1. September 2027. Der Landkreis beginnt die Nachfolgesuche mit externer Unterstützung…

25. August 2026
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Frank Niederbühl, seit 2020 Geschäftsführer des Klinikums Garmisch-Partenkirchen, legt sein Amt zum 1. September 2027 nieder. Sein Vertrag wäre ursprünglich bis 2030 gelaufen und war 2024 erst verlängert worden. Als Grund nennt der 44-Jährige den Wunsch nach beruflicher Neuausrichtung und mehr Raum für private Prioritäten. Finanzielle Probleme oder interne Konflikte schließt er ausdrücklich aus.

Landrat Anton Speer, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, bedauert den Abgang. Er betont, dass alle 22 Bürgermeister und der Kreistag stets hinter dem Klinikum gestanden hätten. Trotz Verlusten gilt das Haus im Vergleich mit anderen kommunalen Krankenhäusern als eines der Vorzeigehäuser. Speer wertet das auch als Verdienst Niederbühls.

Niederbühl informierte frühzeitig, um eine geordnete Übergabe zu ermöglichen. Der Landkreis wird ein Spezialunternehmen mit der Nachfolgesuche beauftragen. Niederbühl schätzt, dass der Prozess mindestens fünf bis sechs Monate dauern wird, da geeignete Führungskräfte in der Regel bereits in festen Anstellungen sind. Ein neues Engagement hat er noch nicht. Er beschreibt seine Zukunftspläne als vollständig offen.

Bis zu seinem Abgang bleibt die Arbeitslast hoch: Das Klinikum bewirbt sich im Rahmen der Krankenhausreform für über 40 Leistungsbereiche, kämpft gegen ein laufendes Defizit und plant mit Bauabschnitt acht einen zweiten Südflügel mit einer aktuellen Kostenschätzung von 110 Millionen Euro. Niederbühl sichert zu, bis zuletzt vollständig eingebunden zu bleiben und die Übergabe bei Bedarf aktiv zu begleiten, längstens bis August 2027.

Quelle:
merkur.de

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