Pressemeldung

Geburtshilfe im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim kontinuierlich gesichert

Viel Aufregung gab es in den vergangenen Wochen um die Situation der Hebammen und die damit verbundene Situation der Geburtshilfe in Deutschland. Hintergrund ist die Änderung des sog. Hebammenhilfevertrags im November 2025. Die Hebammen im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim sind davon allerdings nicht betroffen, die Zukunft der Geburtshilfe im Caritas-Krankenhaus bleibt kontinuierlich gesichert…

25. Februar 2026
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„Die Änderung des Hebammenhilfevertrages betrifft ausschließlich die freiberuflichen Hebammen in Deutschland“, erläutert die stellvertretende Pflegedirektorin des Caritas-Krankenhauses Claudia Bergmann. „Durch die Neuregelung im November befürchten viele dieser freiberuflichen Hebammen eine geringere Vergütung ihrer Betreuung von Schwangeren während der Geburt und überlegen, die Geburtshilfe aufzugeben. In einigen Kliniken droht daher sogar die Schließung des Kreißsaals.“ Im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim arbeiten die Hebammen dagegen seit Jahren im Angestelltenverhältnis. „Zurzeit sind 20 Hebammen bei uns angestellt, einige davon in Teilzeit. Das bedeutet für die Hebammen geregelte Arbeitszeiten, garantierte Urlaubsansprüche, sichere Gehälter, organisierte Fort- und Weiterbildungen sowie die Einbindung in das gesamte ärztliche und pflegerische Team der Geburtshilfe“, beschreibt Bergmann die Vorteile.

Hebamme Peggy Bürkle leitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Vanja Cvijanovic den Kreißsaal im Caritas-Krankenhaus und schätzt die Sicherheit im Angestelltenverhältnis etwa im Krankheitsfall. „Das bietet nicht nur Sicherheit für die betroffene Hebamme, sondern vor allem für die Schwangeren, die zur Geburt zu uns kommen. Im Caritas-Krankenhaus ist gewährleistet, dass immer mindestens zwei Hebammen sowie ein ärztlicher Bereitschaftsdienst plus ein Rufdienst rund um die Uhr im Kreißsaal sind, die sich um die Schwangeren kümmern.“ Für ihre Kollegin Sabina Francuz ist außerdem der Zusammenhalt im Team wichtig. „Wir können uns einfach aufeinander verlassen. Das schafft eine ruhige und entspannte Atmosphäre im Kreißsaal, die sich auf die werdenden Mütter überträgt und ihnen Sicherheit gibt.“

Das Caritas-Krankenhaus engagiert sich außerdem in der Ausbildung junger Hebammen. „Zurzeit bereiten wir neun Hebammenstudentinnen während ihrer Praxiseinsätze auf ihren anspruchsvollen Beruf vor; weitere starten im Herbst“, betont Claudia Bergmann. „In enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Aschaffenburg und Nürnberg sichern wir so auch die Zukunft des Hebammenberufs in unserer Region.“

Die kontinuierlich hohe Qualität der Geburtshilfe im Caritas-Krankenhaus spiegelt sich auch in den seit Jahren steigenden Geburtenzahlen wieder. „Im Jahr 2015 haben wir die 1000er Marke überschritten, mit leichten Schwankungen sind die Geburtenzahlen seither weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es 1259 Geburten“, berichtet Dr. Sönke Ebert, leitender Oberarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Caritas. Darunter waren auch zwanzig Zwillingsgeburten, so dass im Jahr 2025 insgesamt 1279 Babys das Licht der Welt im Caritas erblickten. „Für uns ist die individuelle, familienorientierte Begleitung der Schwangeren bei einem Höchstmaß an Sicherheit ausschlaggebend“, unterstreicht Dr. Ebert. Er schätzt daher die enge Zusammenarbeit mit dem Team der Anästhesie sowie der Kinderklinik. „Die meisten Kinder kommen auf natürlichem Weg zur Welt. Falls es doch zu Problemen unter der Geburt kommen sollte, ist im Caritas-Krankenhaus ein Sectio-OP direkt im Kreißsaal integriert, und die Kollegen der Anästhesie sind rund um die Uhr im Haus, um bei Bedarf rasch eine Narkose einzuleiten.“ Zeitgleich werde in einem solchen Fall immer ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin zur Versorgung des Neugeborenen hinzugerufen. Diese stehen ebenfalls rund um die Uhr im Haus bereit.

„Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um die Sicherheit von Mutter und Kind geht“, betont auch Dr. Saskia Wunderlich, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Caritas-Krankenhaus. „Auf unserer direkt angeschlossenen neonatologischen Intensivstation können wir frühgeborene Säuglinge und kranke Neugeborene sofort intensivmedizinisch versorgen. Wir können kompetent und gezielt handeln, ohne wertvolle Zeit für das Baby zu verlieren.“ In den vergangenen Monaten hat das Caritas-Krankenhaus hierfür zusätzlich in modernste Medizintechnik investiert. Mit dem neuen Beatmungsgerät Servo-n steht eines der modernsten Geräte für die Beatmung von Neugeborenen und Kindern zur Verfügung – maßgeschneidert für die besonderen Bedürfnisse dieser sensiblen Patientengruppe. „Es ermöglicht uns eine individualisierte, lungenschonende und evidenzbasierte Beatmung auf höchstem Niveau gerade für Neu- und Frühgeborene“, so Dr. Wunderlich, die als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie, Kinder- und Jugend-Pneumologie sowie Pädiatrische Intensivmedizin über hohe Fachkompetenz in diesen Bereichen verfügt.

Die umfassende Sorge um Mutter und Baby setzt sich im Caritas-Krankenhaus nahtlos auf der geburtshilflichen Station fort. Hier kümmern sich ausgebildete Kinderkrankenschwestern und speziell qualifizierte Stillberaterinnen liebevoll um das Wohl von Mama und Neugeborenem in den ersten Tagen nach der Geburt. Sie geben Tipps für den Umgang mit dem Baby, beraten in Still- und Ernährungsfragen, helfen beim Wickeln und ersten Baden des Babys. In der angeschlossenen Elternschule finden Eltern viele weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote, damit der Start ins Leben sicher gelingt.

Quelle:
ckbm.de

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