Gehaltsunterschiede zwischen Klinikträgern gering: Warum der Lohnzettel im Ärztemangel kaum zieht
Kirchliche Träger zahlen Assistenz- und Fachärzten das höchste Einstiegsgehalt, bei Oberärzten führt Helios. Die Unterschiede zwischen den Trägern sind gering…
- Personal
Im Wettbewerb um ärztliche Fachkräfte taugt das Gehalt kaum als Differenzierungsmerkmal. Die Einstiegsgehälter unterscheiden sich zwischen kommunalen Kliniken, Unikliniken, kirchlichen Trägern und den vier größten privaten Betreibern Helios, Asklepios, Sana und Rhön oft nur um wenige hundert Euro.
Beim Einstiegsgehalt im ersten Arbeitsjahr liegen kirchliche Träger bei Assistenzärzten mit 5.885 Euro brutto monatlich vorn. Hinzu kommen Bereitschaftsdienstvergütungen von rund 250 bis 450 Euro pro Dienst. Auch Fachärzte erzielen bei kirchlichen Trägern mit 7.680 Euro brutto monatlich das höchste Einstiegsgehalt. Bei Oberärzten führt Helios mit 9.616 Euro im ersten Jahr.
Die geringe Spreizung der Gehälter erklärt sich vor allem durch die Rolle des Marburger Bundes, der an der Ausgestaltung vieler Tarifverträge beteiligt ist. Zudem können sich bestehende Gehaltsvorteile einzelner Träger durch die nächste Tarifrunde rasch verschieben.
Grundlage der Angaben sind Marburger Bund, Tarifverträge und das Fachinformationssystem Kirchenrecht (Stand: Juni 2026). Anders als niedergelassene Ärzte haben Klinikärzte keinen unternehmerischen Einfluss auf ihr Einkommen, es ist vertraglich geregelt.
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