Gendermedizin soll Versorgungslücken schließen und Ausbildung verändern

Der Bund investiert in Gendermedizin, um Forschungslücken zu schließen und die Versorgung von Frauen zu verbessern. Ausbildung und Praxis sollen folgen…

13. Januar 2026
  • Medizin

Die Bundesregierung will die Gendermedizin deutlich stärken und dafür jährlich rund 18 Millionen Euro bereitstellen. Hintergrund sind anhaltende Defizite in Forschung, Diagnostik und Therapie, die sich vor allem zulasten von Frauen auswirken. Erkrankungen wie Herzinfarkte zeigen bei Frauen häufig andere Symptome und werden deshalb später erkannt. Fachleute verweisen auf fehlende Daten zu Zyklus, Perimenopause und Menopause sowie auf zusätzliche Risikofaktoren wie hormonelle Einflüsse, Schwangerschaftskomplikationen und hohe psychosoziale Belastungen.

Die Förderung soll gezielt Forschungslücken schließen und die gendersensible Medizin voranbringen. Ergänzend plant der Bund, Gendermedizin verbindlich in der medizinischen Ausbildung zu verankern. Mit der geplanten neuen Approbationsordnung soll das Thema ab 2027 fester Bestandteil des Studiums werden. Ziel ist eine bessere Sensibilisierung von Ärztinnen und Ärzten und langfristig eine sicherere Versorgung. Expertinnen betonen, dass finanzielle Mittel wichtig sind, strukturelle Änderungen in Ausbildung und Praxis jedoch entscheidend bleiben.

Quelle:
mdr.de

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