Gescheitert und trotzdem zurück? BVMed kämpft gegen Wiedereinführung von Hilfsmittel-Ausschreibungen
Der BVMed lehnt die geplante Wiedereinführung von Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich ab. Sie hätten bereits in der Vergangenheit zu Versorgungsdefiziten geführt, ohne Kosten zu senken…
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Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) lehnt die aktuellen Regierungspläne ab, Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich wieder einzuführen. BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll bezeichnet die Vorschläge als gescheiterten Ansatz, der die Versorgung verschlechtere und durch Folgekosten keine Einsparungen bringe.
Bereits vor der gesetzlichen Abschaffung 2019 hätten Ausschreibungen etwa bei Inkontinenz- und Stomaversorgungen zu Qualitätseinbußen, regionalen Versorgungslücken und eingeschränkter Wahlfreiheit geführt. Besonders multimorbide Patientinnen und Patienten seien von Verzögerungen betroffen gewesen. Das Billigstbieterprinzip habe nachweislich Versorgungsschäden verursacht.
Zusätzlich belaste der pauschale Preisabschlag von drei Prozent auf bestehende Vergütungsvereinbarungen für 2027 und 2028 die mittelständisch geprägte Branche erheblich. Fortschritte beim Bürokratieabbau fehlten bislang. Der BVMed betont, dass die GKV-Ausgaben für Hilfsmittel trotz demografischer Entwicklung moderat gestiegen seien. Jährliche Anpassungen an Kostensteigerungen habe es im Hilfsmittelbereich anders als in anderen Leistungsbereichen nicht gegeben. Allein dadurch seien Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich für die GKV entstanden.
Der Verband fordert, die Abschaffung der Ausschreibungen beizubehalten. Eine Rückkehr bedeute Sparen zu Lasten der Versicherten und der Versorgungsqualität.
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