GKV-Spitzenverband will ePA zur vernetzten Versorgungsplattform ausbauen
Das Bundeskabinett hat das GeDIG verabschiedet. Der GKV-Spitzenverband begrüßt das Gesetz, fordert aber weitere Schritte zur digitalen Primärversorgung und klare Grenzen für die gematik…
- Data und KI
Mit dem GeDIG setzt der Gesetzgeber erstmals einen rechtlichen Rahmen, der digitale Infrastruktur, Datennutzung und konkrete Versorgungsprozesse strukturell verknüpft. Der GKV-Spitzenverband bewertet das als richtungsweisend, benennt aber zugleich offene Baustellen.
Positiv hervorgehoben wird die geplante Einführung der digital gestützten Primärversorgung. Das GeDIG schafft dafür die technischen Grundlagen. Digitale Bedarfseinschätzung, elektronische Überweisung und elektronische Terminvermittlung sollen zu einem durchgehenden digitalen Versorgungspfad verbunden werden. Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis betont, dass weitere gesetzgeberische Schritte zügig folgen müssen, um die ambulante Versorgung für GKV-Versicherte zu reformieren.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der elektronischen Patientenakte. Vorstandsmitglied Dr. Martin Krasney fordert, die ePA zur zentralen Plattform für vernetzte, patientenorientierte Versorgung auszubauen. Konkret nennt er digitale Mehrwertanwendungen, Erinnerungssysteme für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sowie Unterstützung bei der Terminorganisation.
Als Grundvoraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung sieht der Verband sektorenübergreifende Interoperabilität. Zur Rolle der gematik fordert Krasney eine klare Aufgaben- und Verantwortungsabgrenzung, da Erweiterungen ihres Aufgabenspektrums direkt zu finanziellen Mehrbelastungen der Beitragszahlenden führen.
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