Greifswald öffnet das Medizinstudium für mehr als Einser-Abiturienten
Die Universitätsmedizin Greifswald vergibt Medizinstudienplätze verstärkt nach Motivation, Erfahrung und Engagement. Die Abiturnote verliert an Gewicht, das Auswahlverfahren wird anspruchsvoller…
- Medizin
Die Universität Greifswald geht bei der Auswahl von Medizinstudierenden bewusst einen eigenen Weg. Gute Abiturnoten bleiben wichtig, stehen jedoch nicht mehr allein im Mittelpunkt. Stattdessen berücksichtigt die Universitätsmedizin Greifswald zusätzliche Kriterien wie naturwissenschaftliche Vorkenntnisse, soziales Engagement und berufliche Erfahrung. Kern des Konzepts ist ein umfangreiches Interviewverfahren, über das künftig deutlich mehr Studienplätze vergeben werden. Damit hebt sich Greifswald bundesweit von anderen Hochschulen ab.
Klinikdirektor Klaus Hahnenkamp betont, dass nicht die Schulnote entscheide, ob jemand langfristig im Arztberuf bestehe. Vielmehr gehe es um Motivation, Belastbarkeit und eine realistische Vorstellung vom Berufsalltag. Hintergrund ist der zunehmende Personalmangel, der auch durch Teilzeit und frühe Überlastung junger Ärztinnen und Ärzte verstärkt werde. Durch eine stärkere Berufsorientierung vor Studienbeginn sollen Studienabbrüche und spätere Fehlentscheidungen vermieden werden.
Die Bewerbungsfristen für das kommende Wintersemester enden Mitte beziehungsweise Ende Januar.
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