hcb-Report erwartet Milliardeneinbußen für Kliniken durch Sparpläne

Die Sparpläne der Bundesregierung könnten Kliniken 2027 laut hcb-Report Milliarden an Erlösen kosten und deutlichen Personalabbau außerhalb der Pflege nötig machen…

5. Mai 2026
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Die Sparpläne der Bundesregierung für das Gesundheitswesen könnten Krankenhäuser in Deutschland in den nächsten Jahren deutlich belasten. Nach Berechnungen des hcb-Institute for Health Care Business würden den Kliniken 2027 bundesweit 3,9 Milliarden Euro an Einnahmen fehlen. Um diese Erlöseinbußen aufzufangen, müssten Krankenhäuser laut Report ihre Betriebskosten rasch senken und etwa zehn Prozent Personal aller Dienstarten abbauen. Die Pflege wäre davon ausgenommen, weil sie über das Pflegebudget extern gesteuert werde.

Für 2028 erwarten die Autoren Boris Augurzky und Henrik Bergschneider knapp fünf Milliarden Euro weniger für die Kliniken. 2029 könnten es etwa 6,3 Milliarden Euro und 2030 rund 7,3 Milliarden Euro sein. Der Anteil der Krankenhäuser mit Jahresverlust könnte von 29 Prozent in diesem Jahr auf rund 67 Prozent im Jahr 2027 steigen. Bis 2030 wären demnach rund 80 Prozent betroffen. Fast die Hälfte der Krankenhäuser hätte bis 2030 eine hohe Insolvenzgefahr.

Die Berechnungen beruhen auf einem Basisszenario ohne GKV-Spargesetz und einem Reformszenario mit Gesetz. Zu den geplanten Maßnahmen zählen unter anderem Änderungen bei MD-Prüfquoten, ein erweiterter MD-Prüfauftrag, verpflichtende Zweitmeinungen, eine Begrenzung des Pflegebudgets, weniger Tarifrefinanzierung und die Streichung der Meistbegünstigtenklausel.

Die Autoren sehen besonders das Pflegebudget als Kostentreiber. 2024 entfielen 22,3 Prozent der gesamten Krankenhausleistungen der GKV auf das Pflegebudget, 2020 waren es 18,6 Prozent. Sie empfehlen weniger Vorschriften und Regulatorik, darunter bei Pflegepersonaluntergrenzen, Dokumentationspflichten und Notfallstufenstandards des G-BA.

Quelle:
aerzteblatt.de

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