Hebammenverband Schleswig-Holstein fordert Stopp der Kreißsaal-Schließungen
In Schleswig-Holstein sind fast ein Dutzend Kreißsäle in zehn Jahren weggefallen. Verbandschefin Bertram fordert ein politisches Umdenken bei der Geburtshilfe…
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Der Hebammenverband Schleswig-Holstein fordert ein Ende der Kreißsaal-Schließungen im Land. Verbandsvorsitzende Anke Bertram erklärte bei der Landesdelegiertentagung in Flensburg, fast ein Dutzend Kreißsäle seien in den vergangenen zehn Jahren geschlossen worden. Mit Blick auf die Krankenhausreform dürfe sich dieser Trend nicht fortsetzen.
Bertram kritisierte, Hebammenversorgung werde politisch noch immer als freiwillige Zusatzleistung behandelt. Tatsächlich sei sie fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung und Prävention. Gute Geburtshilfe gebe es nicht zum Nulltarif.
Die Verbandschefin verwies zudem auf die wachsende Belastung im Berufsfeld. Erfahrene Hebammen verließen den Beruf, weil die Rahmenbedingungen sie krank machten oder professionelles Arbeiten unmöglich werde. Das sei kein individuelles, sondern ein politisches Problem.
Bertram forderte eine Politik, die Geburtshilfe als unverzichtbare Leistung anerkennt und nicht betriebswirtschaftlichen Überlegungen opfert.
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