HGH Bingen: Konzept des Insolvenzverwalters soll im Juni vorliegen
Das Heilig-Geist-Hospital Bingen ist erneut insolvent. Auf Einladung von Gesundheitsminister Clemens Hoch beraten Stadt, Landkreis und Insolvenzverwaltung über Wege zur Sicherung der regionalen Versorgung…
- Ökonomie
Das Heilig-Geist-Hospital Bingen befindet sich erneut im Insolvenzverfahren. Auf Einladung von Gesundheitsminister Clemens Hoch kamen Vertreter der Stadt Bingen, des Landkreises Mainz-Bingen und der Insolvenzverwaltung zu einem Runden Tisch zusammen, um den aktuellen Stand zu erörtern und Zukunftsperspektiven für den Standort zu entwickeln.
Hoch betonte, dass die umliegenden Krankenhäuser weder aus Kapazitäts- noch aus Erreichbarkeitsgründen alle Patientinnen und Patienten des HGH aufnehmen könnten. Besonders mit Blick auf das Mittelrheintal hält er den Einsatz öffentlicher Mittel des Landkreises für gerechtfertigt. Gleichzeitig räumte er ein, dass die strukturellen Herausforderungen erheblich seien, wie die rasche Ausschöpfung der bereitgestellten öffentlichen Mittel zeige.
Als Ziel formulierte der Minister eine wohnortnahe Grundversorgung mit stationären und ambulanten ärztlichen Leistungen sowie einer Notfallanlaufstelle für Alltagsnotfälle. Die Lösung soll den regionalen Versorgungsbedarf decken, ohne die Kommunen wirtschaftlich zu überfordern.
Die Insolvenzverwaltung soll im Laufe des Juni ein abgestimmtes Konzept an Landkreis, Stadt und Land vorlegen. Das Land Rheinland-Pfalz kündigte an, den Prozess in den kommenden Wochen eng zu begleiten.
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