Hygiene

Michael Thieme - Medinfoweb

Täglich sterben in Deutschland Menschen, weil sie sich im Krankenhaus mit tödlichen Erregern infizierten.

Vor allem im Rahmen nosokomialer Infektionen und multiresistenter Keime ist die Hygiene aus ihrem bisherigen Schattendasein herausgetreten und heute ein wesentlicher Teil öffentlichkeitswirksamer Themen. Zehntausenden droht nach einer Ansteckung mit Antibiotika-resistenten Keimen wochen- oder gar monatelange Behandlung. Ursachen sind vor allem mangelnde Hygiene und ein zu verschwenderischer Umgang mit Antibiotika.

Neuere Untersuchungen ergaben, dass in Deutschland damit gerechnet werden muss, dass es bei etwa 3-5% der Krankenhauspatienten zu nosokomialen Infektionen kommt. Diese führen nicht nur zu einer Verlängerung der Krankheitsdauer, vermehren das Leiden der Patienten und können im Einzelfall sogar zum Tod führen, sondern sie verursachen auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Ca. 20-30% dieser nosokomialen Infektionen lassen sich durch sorgfältige Organisation der Abläufe in den Krankenhäusern und durch geeignete hygienische Maßnahmen vermeiden.

Es ist die Aufgabe der Krankenhaushygiene, durch Erarbeiten von Richtlinien und Handlungsempfehlungen, durch Weiterbildung und Beratung des Krankenhauspersonals und durch fortlaufende Kontrolle wichtiger Arbeits- und Funktionsabläufe zur Senkung der Krankenhausinfektionen beizutragen.

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