Hygiene

Michael Thieme - Medinfoweb

Täglich sterben in Deutschland Menschen, weil sie sich im Krankenhaus mit tödlichen Erregern infizierten.

Vor allem im Rahmen nosokomialer Infektionen und multiresistenter Keime ist die Hygiene aus ihrem bisherigen Schattendasein herausgetreten und heute ein wesentlicher Teil öffentlichkeitswirksamer Themen. Zehntausenden droht nach einer Ansteckung mit Antibiotika-resistenten Keimen wochen- oder gar monatelange Behandlung. Ursachen sind vor allem mangelnde Hygiene und ein zu verschwenderischer Umgang mit Antibiotika.

Neuere Untersuchungen ergaben, dass in Deutschland damit gerechnet werden muss, dass es bei etwa 3-5% der Krankenhauspatienten zu nosokomialen Infektionen kommt. Diese führen nicht nur zu einer Verlängerung der Krankheitsdauer, vermehren das Leiden der Patienten und können im Einzelfall sogar zum Tod führen, sondern sie verursachen auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Ca. 20-30% dieser nosokomialen Infektionen lassen sich durch sorgfältige Organisation der Abläufe in den Krankenhäusern und durch geeignete hygienische Maßnahmen vermeiden.

Es ist die Aufgabe der Krankenhaushygiene, durch Erarbeiten von Richtlinien und Handlungsempfehlungen, durch Weiterbildung und Beratung des Krankenhauspersonals und durch fortlaufende Kontrolle wichtiger Arbeits- und Funktionsabläufe zur Senkung der Krankenhausinfektionen beizutragen.

Zugehörige Artikel

  • Marienhospital Osnabrück: Ein Quantensprung am MHO

    16. August 2019

    Neue Zentralsterilisation in Betrieb genommen

    Osnabrück. Die sterile Aufbereitung der OP- und Diagnose-Instrumente hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt: Ein Quantensprung in der sterilen Aufbereitung wird jetzt auch im Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken umgesetzt. Das Krankenhaus hat seine Sterilgutversorgung von 200 auf rund 500 Quadratmeter mehr als verdoppelt und diese technisch fast komplett neu ausgestattet. So wurden modernste Hochleistungsmaschinen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation der Instrumente angeschafft: Der Maschinenpark ist um eine Reinigungs- und Desinfektionsanlage von fünf auf sechs erweitert worden, auch kam eine neue Großraum-Containerwaschanlage hinzu. Insgesamt hat das MHO 3,3 Millionen Euro aus Eigenmitteln für die Finanzierung dieser Maßnahme investiert. Die Erweiterung war notwendig geworden, weil die Zahl der Kliniken und der Operationen und damit auch der verwendeten Instrumente deutlich angestiegen ist. Über drei Millionen Instrumente werden mittlerweile jährlich steril aufbereitet ...

    Quelle: Pressemeldung – Niels-Stensen-Kliniken
  • Schlamperei in der Pathologie der Uniklinik Magdeburg?

    7. August 2019

    Unhaltbar nennt die Justizexpertin Eva von Angern die Zustände in der Pathologie. Hier muss eine lange Mängelliste abgearbeitet werden. Hygienisch unzulässig und nicht mehr zeitgemäß ist die Aufbewahrung der Leichen. Die Mitarbeiter sind hohen Risiken ausgesetzt ...

    Quelle: mz-web.de
  • ÄB

    Das Universitätsklinikum Regensburg neue Abteilung für Krankenhaushygiene

    2. August 2019

    „Die Abteilungsgründung bietet uns neue Möglichkeiten, durch die wir unser Wissen noch besser miteinander verknüpfen und es natürlich auch in die praktische Anwendung bringen wollen“, betont der Leiter der neuen Abteilung, Wulf Schneider, im Ärzteblatt ...

    Quelle: aerzteblatt.de
  • Studie der Uniklinik Freiburg belegt Verbreitung hochresistenter Bakterien über Kliniken

    1. August 2019

    Laut einer Studie der Uniklinik Freiburg werden multiresistente Keime hauptsächlich durch Kliniken verbreitet. Die Studie umfasste Daten aus 36 europäischen Ländern mit insgesamt 450 Kliniken. Untersucht wurden die Proben auf Klebsiella pneumoniae ...

    Quelle: deutschlandfunk.de
  • Vogelsberg Krankenhaus Eichhof investiert über 200.000 Euro in neue OP-Instrumente

    16. Juli 2019

    Heutzutage ist fast alles eine Schlagzeile wert. oberhessen-live.de berichtet heute über das Krankenhaus Eichhof. Hier ist man unglaublich stolz darauf, neue OP-Instrumente eingekauft zu haben. Ich hoffe doch sehr, dass alle Krankenhäuser in regelmäßigen Abständen, verbrauchtes Instrumentarium oder Geräte gegen neue und moderne austauschen ...

    Quelle: oberhessen-live.de
  • Mobiltelefone sind eine Hygienegefahr in Kliniken

    3. Juli 2019

    Vierzig Prozent der Mobiltelefone von Studierenden in Gesundheitsberufen sind keimbelastet. Ganz oben auf der Liste steht Staphylococcus aureus ...

    Quelle: esanum.de
  • DOCC

    Intensivstation kämpfen gegen MRGN

    17. Juni 2019

    Kämpfte man gestern auf den Intensivstationen deutscher Kliniken gegen MRSA, erobern jetzt die multiresistenten gramnegativen Stäbchen erobern Bett für Bett ...

    Quelle: doccheck.com
  • Lebensgefährliche Infektionen in Kölner Radiologiepraxis

    15. Mai 2019

    Bei CT-gesteuerten periduralen Infiltrations-Therapien ist es innerhalb von zwei Wochen zur Infektion von 28 Patienten gekommen. Ein Mann musste mit dem Leben bezahlen, andere litten an einer Meningitis. Die Staatsanwaltschaft ermittelt ...

    Quelle: ksta.de
  • Klinikum Freudenstadt investiert in eine verbesserte Patientensicherheit

    7. Mai 2019

    Seit März 2019 können Patienten im Klinikum Freudenstadt vor einem stationären Aufenthalt mit Hilfe eines Schnellverfahrens innerhalb von 2 Stunden auf das gefährliche Krankenhausbakterium MRSA getestet werden. Das Analysegerät GeneXpert steht dafür allen Abteilungen des Klinikums im Labor zur Verfügung. „Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit und wird für Patienten, Mitarbeiter und den Klinikhaushalt positive Auswirkungen haben", sagt Geschäftsführer Ralf Heimbach ...

    Quelle: Pressemeldung – klf-web.de
  • Konsequenzen gezogen - Impfungen bald Gesetz in Rheinland-Pfalz

    18. April 2019

    Die meisten Masernfälle gibt es bei Erwachsenen. Deshalb will die Landesregierung eine Impfpflicht vorerst in den Gesundheitsberufen einführen. Landesweit sei die Impfquote recht hoch. Trotzdem hält Rheinland-Pfalz eine Impfpflicht im Kindesalter in Deutschland für sinnvoll ...

    Quelle: Deutsches Ärzteblatt
Render-Time: -0.296647