Hygiene

Michael Thieme - Medinfoweb

Täglich sterben in Deutschland Menschen, weil sie sich im Krankenhaus mit tödlichen Erregern infizierten.

Vor allem im Rahmen nosokomialer Infektionen und multiresistenter Keime ist die Hygiene aus ihrem bisherigen Schattendasein herausgetreten und heute ein wesentlicher Teil öffentlichkeitswirksamer Themen. Zehntausenden droht nach einer Ansteckung mit Antibiotika-resistenten Keimen wochen- oder gar monatelange Behandlung. Ursachen sind vor allem mangelnde Hygiene und ein zu verschwenderischer Umgang mit Antibiotika.

Neuere Untersuchungen ergaben, dass in Deutschland damit gerechnet werden muss, dass es bei etwa 3-5% der Krankenhauspatienten zu nosokomialen Infektionen kommt. Diese führen nicht nur zu einer Verlängerung der Krankheitsdauer, vermehren das Leiden der Patienten und können im Einzelfall sogar zum Tod führen, sondern sie verursachen auch einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Ca. 20-30% dieser nosokomialen Infektionen lassen sich durch sorgfältige Organisation der Abläufe in den Krankenhäusern und durch geeignete hygienische Maßnahmen vermeiden.

Es ist die Aufgabe der Krankenhaushygiene, durch Erarbeiten von Richtlinien und Handlungsempfehlungen, durch Weiterbildung und Beratung des Krankenhauspersonals und durch fortlaufende Kontrolle wichtiger Arbeits- und Funktionsabläufe zur Senkung der Krankenhausinfektionen beizutragen.

Zugehörige Artikel

  • Behandlungsfehler wegen Hygienemangel

    19. März 2019

    Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe gab einer Patientin letztendlich recht. Davor wurde die Klage vor dem Oberlandesgericht Celle abgeschmettert. Wer muss was wann belegen: Besteht ein dringender Verdacht von Hygienemängeln und der Patient belegt dies, ist die Klinik in der Beweispflicht, dass alle Hygienestandards eingehalten wurden ...

    Quelle: heilpraxisnet.de
  • HAZ

    Neue Zahlen und Fakten zu multirestistenten Keimen

    11. März 2019

    Statt jährlich 700.000 schätzt das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig bis zu zehn Millionen Todesopfer weltweit durch multiresistente Keime. Zusammen mit dem Biotechunternehmen Evotec plant das HZI die Erforschung neuer Antibiotika, die vor allem gegen gramnegative Bakterien helfen ...

    Quelle: haz.de
  • HAZ

    Fachanwalt für Medizinrecht über Schuld und Nachweisbarkeit bei nosokomialen Infektionen

    11. März 2019

    Hansjörg Haack, Fachanwalt für Medizinrecht, rät Patienten selbst dafür zu sorgen, dass Hygienemaßnahmen eingehalten werden und spricht sich dafür aus, nach Abstrichergebnissen und Keimlast beim Nachbarpatienten zu fragen. Der Nachweis von Schuld bei einer Infektion ist oft schwer zu führen, sagt Hansjörg Haack. Denn die einzigen, die über Versäumnisse in den Kliniken reden, sind Patienten und Besucher ...

    Quelle: haz.de
  • AA

    Die Ermittlungen zu den Hepatitis-Infektionen an der Donau-Ries-Klinik sind noch längst nicht abgeschlossen

    6. März 2019

    Auch nach einem Vierteljahr sind die Untersuchungen des Gesundheitsamtes und der Augsburger Staatsanwaltschaft bei weitem noch nicht abgeschlossen. "Das wird noch eine ganze Zeit dauern", sagt Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai ...

    Quelle: augsburger-allgemeine.de
  • daisygrip: Kleine Neuerung mit großer Wirkung in der Warnow-Klinik Bützow

    31. Januar 2019

    Die Warnow-Klinik schafft neue Stauschläuche für die Blutabnahme an. Eine kleine Änderung mit einer großen Wirkung, denn Stauschläuche gibt es schon sehr lange. Aber jetzt hatte das Rostocker Startup daisygrip, bekannt aus „Die Höhle der Löwen“, im letzten Jahr eine innovative Idee, die auch die Mitarbeiter der Warnow-Klinik begeistert ...

    Quelle: Pressemeldung – warnow-klinik.de
  • ÄZ

    Stethoskop - ein gefährliches Diagnosewerkzeug

    30. Januar 2019

    Stethoskope sind nach den Ergebnissen einer amerikanischen Studie offenbar mit Unmengen von Bakterien besiedelt ...

    Quelle: aerztezeitung.de
  • IDW

    Studie zu Krankenhausinfektionen: Patienten bringen hochresistente ESBL-Keime mit in die Klinik

    16. Januar 2019

    Jeder achte neu in eine Klinik eingewiesene Patient trägt bereits sogenannte ESBL-Keime in sich – dies konnten Wissenschaftler des InfectoGnostics Forschungscampus Jena jetzt in einer Beobachtungsstudie an 1334 Patienten belegen. Infektionen mit den eigenen ESBL-Erregern blieben zwar in der Studie noch ein Ausnahmefall, allerdings zeigten die Forscher, dass die Erreger ihre Resistenzgene an andere Bakterienstämme in der Klinik weitergeben könnten. An der klinischen Studie beteiligt waren InfectoGnostics-Wissenschaftler des Uniklinikums Jena, des Industriepartners Abbott sowie des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal PLOS One veröffentlicht.

    Die „Extended-Spectrum-Betalaktamasen“ (ESBL) sind Enzyme, die für Bakterien wie eine Lebensversicherung wirken: Ist das Bakterium einmal in der Lage, ein solches Enzym zu bilden, kann es sich …

    Quelle: idw-online.de
  • MKK

    MKK: Dr. Peter Witte in Expertenkommission berufen

    8. Januar 2019

    Krankenhaushygieniker der Mühlenkreiskliniken erarbeitet landesweite Leitlinien

    Minden, 4. Januar 2019. Dr. Peter Witte, Direktor des Institutes für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken, wurde jetzt vom Landeszentrum Gesundheit des Landes NRW in die Fokusgruppe zur ABS-Schwerpunktüberwachung berufen. „ABS“ steht für Antibiotika Stewardship und bezeichnet die gezielte Beratung und Steuerung von Antibiotikaeinsätzen, schwerpunktmäßig in Krankenhäusern. Ziel ist es, Antibiotika gezielt einzusetzen und so unnötige und falsche Antibiotikaanwendungen und das Entstehen von Antibiotikaresistenzen zu vermeiden. Die Arbeitsgruppe wurde beauftragt, Leitlinien zur Umsetzung des ABS in Kliniken und zur Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes bei der Überwachung zu erarbeiten. Dr. Peter Witte wurde aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im öffentlichen Gesundheitsdienst und als Mitglied des ABS-Teams der Mühlenkreiskliniken in die Leitlinienkommission berufen.

    Quelle: Pressemeldung – Mühlenkreiskliniken
  • Hygienemängel an Schweizer Spitälern

    3. Januar 2019

    Teils unverschuldet durch unsterile OP-Geräte und -utensilien doch auch verschuldet mangels Hygiene in den Operationssälen der Krankenhäuser selbst kostet Patienten die Gesundheit, manchmal auch das Leben. Das traf in nur zwei Jahren mehr als 90.000 Menschen in Europa. Auch die Schweiz hat mit Hygienemängeln im OP zu kämpfen. Dafür wurden nach Inspektionen drei Kliniken abgestraft ...

    Quelle: medinside.ch
  • Krankenhäuser der edia.con-Gruppe reinigen nach dem Dernbacher Reinigungsmodell

    21. Dezember 2018

    Effektive und effiziente Reinigung im Krankenhaus

    • Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz und Diakonissenkrankenhaus Leipzig gehören zu den ersten Kliniken in Deutschland, die das Dernbacher Reinigungsmodell umgesetzt haben
    • Vorteile sowohl für Patienten als auch für die Reinigungs- und Pflegekräfte
    Quelle: Pressemeldung – edia.con
Render-Time: -0.008038