IKK Berlin Brandenburg und IKK gesund plus fusionieren: Rund 600.000 Versicherte, Beitragssenkung geplant
Zum vierten Quartal 2026 sollen zwei IKKen mit zusammen rund 636.000 Versicherten fusionieren. Die Verwaltungsräte stimmten einstimmig zu, die Genehmigung des BAS steht noch aus…
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Die IKK Berlin Brandenburg und die IKK gesund plus planen zum vierten Quartal 2026 zu fusionieren und damit eine bundesunmittelbare Krankenkasse mit rund 600.000 Versicherten zu bilden. Die Verwaltungsräte beider Kassen stimmten am 1. Juli 2026 einstimmig zu. Die Fusion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS). Der Name „IKK gesund plus“ bleibt erhalten; die neue Kasse soll zu den 25 größten Krankenkassen Deutschlands gehören.
Zentrales Ziel ist eine Beitragssenkung für Versicherte der IKK Berlin Brandenburg. Deren Zusatzbeitrag liegt derzeit bei 4,35 Prozent, nach der Fusion soll er auf 3,39 Prozent sinken, den aktuellen Satz der IKK gesund plus. Zum Vergleich: Der für 2026 festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 2,9 Prozent, liegt nach Berechnungen der Krankenkassen aber bei 3,1 Prozent. Auch andere IKKen erheben hohe Zusatzbeiträge. Die IKK Innovationskasse 4,3 Prozent, die IKK Südwest 3,87 Prozent, die IKK classic 3,4 Prozent und die BIG Direkt gesund 3,69 Prozent. Die bundesweit günstigste Krankenkasse, die BKK firmus, liegt bei 2,18 Prozent, die Techniker Krankenkasse bei 2,69 Prozent.
Im Hauptverbreitungsgebiet der neuen Kasse, in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen, erheben die jeweiligen AOKen teils günstigere Beiträge. Die AOK Nordost liegt bei 3,5 Prozent, die AOK in Sachsen-Anhalt bei 2,89 Prozent und die AOK Bremen und Bremerhaven bei 3,29 Prozent.
Uwe Deh, derzeit Vorstandsvorsitzender der IKK gesund plus, wird auch die fusionierte Kasse führen. Ann Hillig und Kathrin Brockmann sollen bei der ersten Sitzung des neuen Verwaltungsrates am 2. Oktober als weitere Vorständinnen gewählt werden. Frank Meier, bisher Alleinvorstand der IKK Berlin Brandenburg, scheidet aus. Den Beschäftigten wurde eine Jobgarantie zugesichert, betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen, regionale Geschäftsstellen bleiben erhalten. Hans-Jürgen Müller, Verwaltungsratsvorsitzender der IKK gesund plus, kündigte an, dies werde nicht die letzte Fusion im IKK-System sein.
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