InEK-Analyse 2026: Krankenhäuser kämpfen weiter gegen strukturelle Unterfinanzierung

Die Bundesländer finanzieren Krankenhäusinvestitionen trotz gesetzlicher Pflicht nur zur Hälfte. Der Bedarf liegt bei rund sieben Milliarden Euro…

17. Juli 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Der bestandserhaltende Investitionsbedarf der deutschen Krankenhäuser beträgt rund sieben Milliarden Euro jährlich. Die Bundesländer stellen dafür regelmäßig nur gut die Hälfte bereit, obwohl sie gesetzlich zur vollständigen Finanzierung verpflichtet sind. Das belegt die Investitionsanalyse des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) für 2026, auf die sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherung geeinigt haben.

Die DKG kritisiert diese Unterdeckung seit vielen Jahren als wesentliche Ursache der strukturellen Unterfinanzierung der Kliniken. Mit dem am 10. Juli verabschiedeten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz steigt der finanzielle Druck auf die Krankenhäuser zusätzlich.

Die Krankenhausfinanzierung stützt sich auf zwei Säulen. Die Betriebskosten werden über Fallpauschalen aus Versicherungsbeiträgen gedeckt, Investitionskosten tragen die Länder. Der InEK-Katalog der Investitionspauschalen ordnet jedem Behandlungsfall eine Investitionsbewertungsrelation zu und ermöglicht so eine leistungsbezogene Mittelverteilung. In die diesjährigen Berechnungen flossen Daten von 62 Krankenhäusern ein.

Ob und wie die Länder diesen Katalog anwenden, liegt in ihrem Ermessen. Bislang nutzen ihn nur Berlin, Hessen und Bremen.

Quelle:
dkgev.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.