Pressemeldung

Initiative „Fair ist gesund“ wächst – drei freigemeinnützige psychiatrische Kliniken in Köln schließen sich den Forderungen an

Zehn freigemeinnützige Krankenhäuser aus Köln sind Ende Oktober mit der Forderung an die Stadtpolitik herangetreten, die Krankenhausfinanzierung zu reformieren…

15. Januar 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Konkret wies die neugegründete Initiative „Fair ist gesund“ auf eine strukturelle Schieflage in der Finanzierung von Häusern in städtischer und freigemeinnütziger Trägerschaft hin.

Obwohl beide Trägerstrukturen ausschließlich der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und nicht der Gewinnausschüttung verpflichtet sind, erhalten die kommunalen Kliniken finanzielle Zuschüsse der Stadt in dreistelliger Millionenhöhe. Die freigemeinnützigen Häuser müssen ohne entsprechende Mittel auskommen.

Wichtiger Bestandteil der Kölner Gesundheitsinfrastruktur

Nun haben sich der Initiative weitere Krankenhäuser angeschlossen. Das Alexianer Krankenhaus Köln, die Klinik Alteburger Straße und die Cellitinnen-Marienborn St. Agatha Fachklinik für Seelische Gesundheit treten der Interessensgemeinschaft bei. Damit umfasst „Fair ist gesund“ nun drei der fünf psychiatrischen Kliniken in Köln, die einen essenziellen Bestandteil der Kölner Gesundheitsinfrastruktur darstellen.
„Die Forderung der Initiative hat bei uns einen Nerv getroffen“, betont Peter Scharfe, Geschäftsführer des Alexianer Krankenhauses Köln. Er ergänzt: „Als zweitgrößte Psychiatrie in Köln stellen wir die Versorgungsverpflichtung für ca. 20% der Kölner Bürger sicher, ohne dafür bislang eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt Köln zu erhalten. Wir tragen die Forderungen der Initiative hundertprozentig mit und engagieren uns gerne für eine langfristig zuverlässige Finanzierung.“

Versorgungslandschaft in Köln langfristig stärken

Sonja Bentele, Verwaltungsleiterin der Klinik Alteburger Straße, pflichtet ihm bei: „Als spezialisiertes Fachkrankenhaus versorgen wir Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Kölner Raum und sind ein wichtiger Teil der Kölner Krankenhauslandschaft. Die aktuelle Finanzierungsstruktur in Köln ist ungerecht und so nicht langfristig tragbar. Wir sehen die Initiative sehr positiv und freuen uns, die Forderung nach einer gerechten Finanzierung zu vertreten.“

Helmut Häfner, Geschäftsführer der Cellitinnen-Marienborn St. Agatha Fachklinik für Seelische Gesundheit ergänzt: „Gerade auch im psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Bereich leisten die freigemeinnützigen Häuser einen enormen Beitrag zur Gesundheitsinfrastruktur in Köln. Um die Trägervielfalt langfristig zu erhalten, braucht es dringend eine faire Finanzierung.“

Die Kombination aus Fachkrankenhäusern und Häusern mit einem breiteren Leistungsangebot zeigt die vielfältigen Behandlungsformen, welche die Häuser der Initiative „Fair ist gesund“ abdecken. Geeint sind sie in ihrer Forderung nach einer verlässlichen, transparenten Krankenhausfinanzierung in Köln, um die Versorgungslandschaft der Domstadt langfristig zu stärken – gemeinsam mit den städtischen Kliniken sowie mit fairer, finanzieller Unterstützung für städtische und freigemeinnützige Häuser.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass sich drei Krankenhäuser unserer Initiative angeschlossen haben. Die nun 13 Einrichtungen, die sich in der Initiative zusammengeschlossen haben, bilden mit ihren rd. 10.000 Mitarbeitern einen essenziellen Teil der Kölner Gesundheitsversorgung ab. Sie gewährleisten dabei aber nicht nur die Regelversorgung, sondern heben sich darüber hinaus durch medizinische Spezialisierungen besonders hervor. Es braucht dringend eine gerechte Finanzierungsstruktur, die diese Leistung auch
wertschätzt“, so Gunnar Schneider, Vorstand der Stiftung der Cellitinnen, und Stephan Prinz, Vorstand der Josefs-Gesellschaft, einhellig.

Über die Initiative „Fair ist gesund“

Die sieben Krankenhäuser der Hospitalvereinigung der Cellitinnen in Köln-Longerich, -Nippes, -Ehrenfeld, -Lindenthal, -Altstadt-Nord und -Süd und -Bayenthal, die Josefs-Gesellschaft für das Eduardus-Krankenhaus Köln-Deutz, das Evangelische Krankenhaus Köln-Kalk und das St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind, das Alexianer Krankenhaus Köln, die Klinik Alteburger Straße sowie die Cellitinnen-Marienborn St. Agatha Fachklinik für Seelische Gesundheit haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, um gemeinsam auf die Schieflage in der Kölner Klinikfinanzierung aufmerksam zu machen. Diese Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft leisten einen substanziellen Beitrag zur
Gesundheitsversorgung in Köln. Die Stadt Köln unterstützt jedoch bisher nur die kommunalen Kliniken, übernimmt deren Defizite und finanziert Investitionen. Das führt zu einer strukturellen Benachteiligung aller anderen Häuser. Die Stadt schafft damit ein ungerechtes Zwei-Klassen-System unter den Krankenhäusern und einen verzerrten Wettbewerb. Die Initiative der oben genannten freigemeinnützigen Krankenhäuser fordert die Stadt Köln auf, diese Ungleichheit im Sinne aller Kölnerinnen und Kölner zu beheben und eine gerechte Finanzierung zu entwickeln. Für eine Versorgung, die langfristig zuverlässig ist und die Trägervielfalt erhält.

Quelle:
fair-ist-gesund.de

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