Innsbrucker KI-Startup syndena wird Teil der x-tention Gruppe und bringt klinische Daten in die Forschung
Jahrzehntelange klinische Freitextdaten sollen per KI und NLP systematisch nutzbar werden. Die x-tention Unternehmensgruppe übernimmt dafür die Mehrheit an der Innsbrucker syndena GmbH und schafft die Grundlage für den Europäischen Gesundheitsdatenraum…
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Die x-tention Unternehmensgruppe übernimmt die Mehrheit an der Innsbrucker syndena GmbH. Ziel ist es, jahrzehntelange klinische Dokumentation, die bislang überwiegend als unstrukturierter Freitext vorliegt, per KI und Natural Language Processing mit menschlicher Qualitätssicherung in interoperable Real World Data zu überführen.
syndena nutzt dafür offene Standards wie OMOP und europäische Infrastruktur. Die aufbereiteten Daten sollen klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Für x-tention erweitert die Beteiligung das Portfolio im Bereich klinischer Daten.
Die Datenhoheit verbleibt bei den jeweiligen Einrichtungen. Die Verarbeitung erfolgt pseudonymisiert, Daten für Forschung und multizentrische Auswertungen werden nur auf ausdrückliche Freigabe der Einrichtung bereitgestellt. x-tention positioniert die Partnerschaft als europäisches Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur.
Auf regulatorischer Ebene schafft die Kooperation Voraussetzungen für den European Health Data Space. Ab 2029 gelten erste zentrale EHDS-Bestimmungen zur Sekundärnutzung elektronischer Gesundheitsdaten. Österreichische Gesundheitseinrichtungen sollen so frühzeitig anschlussfähig werden.
syndena bleibt mit Hauptsitz in Innsbruck in Tirol verankert. Forschung und Entwicklung werden weiterhin von dort aus betrieben. Die Partnerschaft mit x-tention soll die Skalierung der Technologie überregional und international ermöglichen. syndena ist aus dem ehemaligen COMET-Zentrum Oncotyrol hervorgegangen.
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