Investitionsstau kostet Leben: DKG verlangt Milliardenprogramm für klimagerechte Krankenhäuser

Fast 10.000 hitzebedingte Tote zählt das RKI bereits 2026. Die DKG fordert konkrete Investitionen in Kühltechnik, da nur ein Bruchteil der Patientenzimmer gekühlt werden kann…

31. Juli 2026
  • Politik
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Das Robert Koch-Institut hat für 2026 bereits fast 10.000 hitzebedingte Todesfälle registriert, so viele wie seit 2016 nicht mehr. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft weist auf den dringenden Handlungsbedarf bei der Ausstattung von Kliniken mit Kühltechnik hin und fordert konkrete Unterstützung der Politik.

Nur ein Bruchteil der Patientenzimmer in deutschen Krankenhäusern verfügt derzeit über aktive Kühlung. Eine Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts zeigt, dass fast alle befragten Kliniken bei der Nachrüstung an fehlenden Mitteln scheitern. Hintergrund ist ein jahrzehntelanger Investitionsstau. Die Länder decken aktuell lediglich 60 Prozent der Investitionskosten. Die verbleibenden Mittel fließen in medizinisch unverzichtbare Bauten und Geräte, nicht in Klimatisierung.

DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß betont, dass überhitzte Räume besonders vulnerable Patientengruppen treffen, die stärker auf Hitze reagieren als Gesunde. Auch für das Personal seien überhitzte Arbeitsbedingungen nicht länger zumutbar. Improvisierte Maßnahmen wie Fensterverschattung oder Ventilatoren stoßen bei länger andauernden Hitzeperioden an ihre Grenzen.

Als Vergleich nennt Gaß Dänemark, wo Krankenhäuser grundsätzlich mit Kühltechnik ausgestattet oder schrittweise nachgerüstet werden, obwohl die dortigen Temperaturrekorde deutlich unter deutschen Werten liegen.

Die DKG hat bereits ein mehrjähriges Investitionsprogramm von 31 Milliarden Euro vorgeschlagen, das auf einer wissenschaftlichen Studie basiert und über das Sondervermögen zum Klimaschutz finanziert werden soll.

Quelle:
dkgev.de

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