Johannesstift Diakonie: Pflegewort des Jahres 2026 gesucht
Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr geht die Johannesstift Diakonie mit dem Pflegewort des Jahres in die zweite Runde – erneut mit einer namhaften Fachjury…
- Pflege
Das Pflegewort des Jahres orientiert sich an bekannten Formaten wie dem „Jugendwort des Jahres“ oder dem „Unwort des Jahres“ – mit einem klaren Fokus auf Pflege. Ob Tabletten-Tango, Herzensdienstoder Bettenbelegungskoordinationseinheit: Gesucht werden Worte, die zeigen, was Pflegende leisten und was sie bewegt – ernst oder humorvoll, politisch oder emotional, nachdenklich oder kämpferisch. Mitmachen kann jede*r, denn Pflege geht uns alle an!
Pflege droht aus dem Fokus zu geraten – genau das soll verhindert werden
„Wir erleben gerade, dass die großen gesellschaftlichen Debatten lauter werden – internationale Krisen, wirtschaftliche Unsicherheiten, politische Umbrüche. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Relevanz der Pflege wieder in den Hintergrund rückt oder viele Menschen sagen: Darüber haben wir doch schon alles gehört“, sagt Lilian Rimkus, Pressesprecherin der Johannesstift Diakonie. „Gerade die Rolle der Pflege in unserem Gesundheitssystem ist ungelöst – und das betrifft uns alle. Mit dem Pflegewort des Jahres wollen wir die Debatte wachhalten und Pflegenden weiterhin eine hörbare Stimme geben.“
Rückblick: Pflege will gehört werden
2025 hat die Johannesstift Diakonie mit „Mut zur Pflege“ erstmals ein Pflegewort des Jahres gekürt. Rund 250 kreative Vorschläge wurden eingereicht, mehr als 2.500 Menschen beteiligten sich am öffentlichen Online-Voting. Das große Interesse zeigt: Pflege will gehört werden! An diesen Erfolg knüpft der Konzern nun an.
So läuft das Pflegewort des Jahres 2026 ab
- 02. März – 06. April 2026: Sammlung der Wortvorschläge unter www.pflegewort.de
- 07. – 16. April 2026: Auswahl der Top 10 durch eine Fachjury
- 17. April – 08. Mai 2026: Öffentliches Online-Voting
- 09. – 11. Mai 2026: Auswertung der Abstimmung
- 12. Mai 2026 (Internationaler Tag der Pflege): Verkündung des Pflegeworts des Jahres 2026
Starke Stimmen für die Pflege: Diese Jury setzt ein Zeichen
Mit Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR), und Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Berliner Ärztekammer, engagieren sich gleich mehrere prägende Stimmen des deutschen Gesundheitswesens für die Initiative. Gemeinsam mit Pflegefachkräften aus den Einrichtungen der Johannesstift Diakonie, Lehrenden, Auszubildenden und reichweitenstarken Pflege-Influencern bilden sie eine zwölfköpfige Fachjury.
Der Jury gehören an:
- Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG)
- Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR)
- Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Berliner Ärztekammer und Oberarzt im Evangelischen Krankenhaus Hubertus, Johannesstift Diakonie
- Bianka Grau, Pflegedirektorin, Evangelische Lungenklinik
- Doran Mucha, Landessieger Berlin von “Deutschlands beliebtester Pflegeprofi” 2025, Pflegefachkraft, Evangelische Elisabeth Klinik, Johannesstift Diakonie
- Stephanie Janke, Schulleitung, Gesundheitsfachschule Berlin, Johannesstift Diakonie
- Nadine Peters, Pflegedienstleitung, Ambulante Pflege Johannesstift
- Tanja Mindt & Julia Seifert (Team), Pflegefachkräfte in Ausbildung an den Sozialen Fachschulen der Johannesstift Diakonie
- Manuela Klausner & Tessa Lemke (Team), Lehrende an der Akademie für Gesundheitsberufe, KMG Klinikum Luckenwalde
- Wolfgang Foltin & Lea Dreissen (Team), Gründer*innen von „In zwei Welten“ – eine Initiative für Young Carer
- Christian Köbke, Host des Podcasts „Übergabe – Medien für die Pflege“: @uebergabe.pflege
- Denise Wellhöfer & Kelly-Ann Kamenz (Team), Pflegefachkräfte auf der Intensivstation und Pflege-Influencerinnen: @dk_diekrankenschwestern
Die Jurymitglieder sichten und bewerten alle eingereichten Vorschläge und wählen daraus die TOP 10 Begriffe aus, die anschließend in ein öffentliches Voting gehen.
BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner gehörte schon 2025 zur Fachjury und hat auch diesmal sofort zugesagt: „Die Wahl des Pflegewortes stärkt die Sichtbarkeit eines unverzichtbaren Berufs. Als Berliner Krankenhausgesellschaft unterstützen wir die Initiative, weil sie den Anliegen der Pflege Ausdruck verleiht und unser Engagement im Rahmen unserer Kampagne #PflegeJetztBerlin wirkungsvoll ergänzt.“
Auch DPR-Präsidentin Christine Vogler zeigt sich begeistert: „Pflege ist überall – nur leider oft nicht im Rampenlicht. Dabei ist Pflege die Disziplin, die Menschen durch die schwierigsten Momente trägt. Das Pflegewort des Jahres macht genau das charmant und klug: Es bringt Pflege in die Öffentlichkeit, ohne großes Getöse – aber so, dass man hinhört.“
Ein starkes Signal sendet zudem die Ärzteschaft: Dr. Peter Bobbert, Präsident der Berliner Ärztekammer und Oberarzt in der Johannesstift Diakonie, betont die gemeinsame Verantwortung im Gesundheitswesen: „Medizin ist Teamarbeit. Wir stehen professionsübergreifend füreinander ein. Eine erfolgreiche ärztliche Tätigkeit ist ohne die Pflege nicht möglich. Wir Ärzt*innen setzen uns für eine starke Pflege ein.“
Jetzt mitmachen
Alle Interessierten können ihre Vorschläge bis zum 6. April online unter www.pflegewort.de einreichen – auch mehrere Begriffe sind möglich. Entscheidend sind Idee und Aussagekraft. Ziel ist es, das Pflegejahr 2026 mit einem Wort sichtbar zu machen, das bewegt, Diskussionen anstößt und der Pflege eine starke Stimme gibt.
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