KBV schlägt Alarm: Reformstopp verschärft Klinikinsolvenzen
Die KBV sieht die Krankenhausreform faktisch gescheitert. Abschwächungen gefährden laut Verband die wirtschaftliche Stabilität vieler Kliniken und damit die Versorgung…
- Politik
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor einer zunehmenden Insolvenzwelle im Krankenhaussektor. Nach Einschätzung des KBV-Vorstandsvorsitzenden Andreas Gassen wurden zentrale Elemente der Krankenhausreform erheblich abgeschwächt. Die ursprünglich von Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angestoßene Reform habe dadurch ihre steuernde Wirkung verloren.
Gassen sieht die Gefahr, dass nicht nur kleine Häuser betroffen sind, sondern auch Kliniken mit zentraler Bedeutung für die regionale Versorgung. Besonders kritisch bewertet die KBV die Rolle der Bundesländer. Diese zeigten aus Sicht des Verbandes zu wenig Bereitschaft für notwendige Strukturveränderungen.
Nach Angaben der KBV stellen Krankenhäuser mit jährlichen Ausgaben von über 100 Milliarden Euro den größten Kostenblock im Gesundheitswesen dar, trotz rückläufiger Patientenzahlen. Gleichzeitig bestehe weiterhin eine Überversorgung mit sehr kleinen Standorten. Politischer Widerstand auf Länderebene verhindere jedoch eine konsequente Neuausrichtung der Krankenhauslandschaft.
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