KI-Agent „Biomni“ wertet biomedizinische Daten in Minuten aus, wofür Forscher 60 Stunden benötigen

Ein US-Forschungsteam stellt in „Science“ den KI-Agenten „Biomni“ vor, der biomedizinische Datensätze eigenständig auswertet und Forschende von zeitaufwendiger Datenarbeit entlasten soll…

15. Juli 2026
  • Data und KI

Ein Forschungsteam der Stanford University hat den biomedizinischen KI-Agenten „Biomni“ entwickelt, der Forschende von aufwendiger Datenanalyse entlasten soll. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Science“ veröffentlicht.

Biomni deckt 25 medizinische Teilbereiche ab, darunter Biochemie, Genetik, Neurologie und Zellbiologie. Der Agent hat Zugang zu Hunderten analytischer Werkzeuge und Programme, darunter Erbgut-Sequenzanalysen und die Genschere Crispr, sowie zu Dutzenden Datenbanken und unveröffentlichten Studien auf Datenservern.

Die Zeitersparnis ist erheblich. Biomni formulierte aus 450 hochgeladenen Dateien Hypothesen zu Zusammenhängen von Glukosewerten, Ernährung und körperlicher Aktivität inklusive Grafiken in 40 Minuten. Studienleiter Prof. Jure Leskovec schätzt, dass ein Mensch dafür mindestens 60 Stunden benötigt hätte.

Laut dem Team ist nicht fehlende Intelligenz der Hemmschuh biomedizinischer Forschung, sondern der Aufwand für handwerkliche Routinearbeit. Mehrere Analysen zeigten, dass Biomnis Einschätzungen mit denen ausgewiesener Fachexperten vergleichbar sind. Perspektivisch soll der Agent Teil einer KI-gestützten biomedizinischen Infrastruktur werden, die eng mit menschlichen Experten zusammenarbeitet. Ein Prototyp ist bereits in rund 1.000 Laboren aus Industrie und Forschung im Einsatz.

Quelle:
msn.com

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