KI in der Pflege: Digitale Entlastung trifft auf menschliche Grenzen

Im Kölner Pflegetalk diskutieren Prof. Dr. Volker Großkopf und Pflegeunternehmerin Sindy Müller-Koch den Einsatz von KI in der Pflege. Sprachgestützte Dokumentation entlastet, doch Fachkompetenz und Menschlichkeit bleiben unverzichtbar…

3. März 2026
  • Data und KI
  • Pflege

In der aktuellen Folge des Kölner Pflegetalks steht die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Pflegealltag im Fokus. Prof. Dr. Volker Großkopf spricht mit Sindy Müller-Koch über die Aufgaben digitaler Systeme sowie die Grenzen der Technik.

Müller-Koch nutzt in ihrem Unternehmen bereits punktuell KI. Vor allem bei der Pflegedokumentation setzt sie sprachgestützte Systeme ein, bei denen Pflegekräfte ihre Beobachtungen direkt einsprechen. Das System überträgt die Inhalte automatisch in die Dokumentation. So sinkt der tägliche Zeitaufwand für administrative Aufgaben spürbar. Auch beim Fachkräftemangel sieht sie großes Potenzial für den Einsatz moderner Technik. In ihrem Unternehmen arbeiten Beschäftigte aus 23 Nationen, weshalb Sprachbarrieren eine zentrale Rolle im Alltag spielen. Technisch lassen sich Inhalte zwar übersetzen, doch die Verständigung mit pflegebedürftigen Menschen erfordert oft mehr als nur korrekte Worte. Kulturelle Feinheiten sowie persönliche Zwischentöne bleiben anspruchsvoll.

Fachliche Einschätzungen und die Pflegeplanung bleiben für Müller-Koch weiterhin eine zentrale Aufgabe der menschlichen Profession. KI kann Prozesse zwar beschleunigen, doch das nötige Fingerspitzengefühl im Kontakt mit Menschen bleibt eine menschliche Leistung. Die Verantwortung tragen weiterhin die Mitarbeitenden.

Quelle:
rechtsdepesche.de

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