Klinik Geesthacht verliert Kernfunktionen – regionale Versorgung vor Einschnitt
Die geplanten Schließungen mehrerer Abteilungen im Krankenhaus Geesthacht lösen Kritik aus. Beschäftigte und Bevölkerung blicken mit Sorge auf die regionale Versorgungslage…
- Ökonomie
Das Krankenhaus Geesthacht bleibt formal bestehen, verliert jedoch zentrale Versorgungsbereiche. Nach der Übernahme durch einen privaten Investor sollen mehrere Abteilungen bis März schließen. Rund 250 Beschäftigte erhielten Kündigungen. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert den Schritt scharf und verweist auf die Bedeutung der Klinik für die medizinische Grundversorgung in Geesthacht und im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Besonders die geplante Aufgabe von Gynäkologie, Geburtshilfe und Notaufnahme stößt auf Widerstand. Aus Sicht der Gewerkschaft verschärfen längere Wege zu anderen Kliniken die Versorgungslage, vor allem für ältere Menschen und Notfallpatienten. Zudem entstünden zusätzliche Kosten für den Rettungsdienst, die letztlich von der öffentlichen Hand getragen würden. Die Entwicklung wird als Folge einer seit Jahrzehnten andauernden Ökonomisierung des Krankenhauswesens beschrieben, bei der wirtschaftliche Kriterien über die flächendeckende Versorgung gestellt werden.
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