Klinikbrand in Ludwigslust: Betrieb läuft wieder, Schaden könnte zwölf Millionen Euro erreichen
Zwei Tote, ein gesperrtes Herzkatheterlabor und ein Schaden von bis zu zwölf Millionen Euro. Die Klinik Ludwigslust ist nach dem Brand vom 2. Juli weitgehend wieder in Betrieb…
- Ökonomie
Nach dem Brand in der Klinik Ludwigslust vom 2. Juli ist der Standort laut Geschäftsführer Alexander Gross weitgehend wiederhergestellt. Einzig das Herzkatheterlabor bleibt vorerst außer Betrieb. Am 3. Juli errichtete eine regionale Gerüstbaufirma mit einem Kran ein Notdach.
Das Feuer brach um 4:29 Uhr in einem Zimmer der Gefäßchirurgie-Station aus. Zwei Patienten starben, eine weitere Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Krankenhaus nach Schwerin verlegt. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich rund 80 Patientinnen und Patienten sowie etwa 20 Mitarbeitende im Gebäude. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Eine technische Ursache schlossen die Ermittler aus, Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung liegen bislang nicht vor.
Landrat Stefan Sternberg (SPD) bezifferte den Schaden auf zehn bis zwölf Millionen Euro. Land und Landkreis führen bereits erste Gespräche über schnelle finanzielle Hilfe. Die Brandschutzanlage habe laut Sternberg vollständig funktioniert, das Gebäude sei geprüft und habe allen brandschutztechnischen Anforderungen entsprochen. Sorgen bereitet ihm das Löschwasser, das in die Dämmung des denkmalgeschützten Gebäudes mit Ziegelfassade eingedrungen sein könnte.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte nach dem Brand eine gesetzliche Pflicht zur Installation selbstständiger Löschanlagen in Patienten- und Personalzimmern. Stiftungsvorsitzender Eugen Brysch bezeichnete eine solche Regelung als überfällig. Sternberg hält Sprinkleranlagen in Krankenzimmern hingegen für nicht sinnvoll, da dort neben Patientenbetten oft viel Technik stehe.
Bei einem der beiden Todesopfer steht die Identifizierung noch aus und soll per DNA-Abgleich erfolgen. Das bereits identifizierte Opfer ist ein 85-jähriger Mann, auch beim zweiten Toten handelt es sich um einen Mann.
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