Kliniken der Stadt Köln bauen Arztstellen ab und setzen auf mehr Pflegepersonal
Planmäßig senken die Kliniken der Stadt Köln ihren Finanzbedarf um 16 Prozent, steigern die Fallzahlen und bauen Arztstellen ab, während eine grundlegende Erholung erst mit dem Neubau in Merheim erwartet wird…
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Die Kliniken der Stadt Köln verringern ihren jährlichen Finanzbedarf planmäßig um rund 16 Prozent. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Kliniken dem Finanzausschuss des Kölner Stadtrates vorgelegt haben. Die Strategie sind weniger Ärztinnen und Ärzte, mehr Pflegepersonal, höhere Fallzahlen.
Die Erlöse wachsen mit einem Plus von 15 Prozent schneller als der finanzielle Aufwand, der um zwölf Prozent steigt. Die Fallzahlen übertreffen die Planung. Für 2026 wird ein Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber 2025 erwartet, nach einem Plus von 3,4 Prozent im Vorjahr. Trotzdem bleibt der städtische Zuschussbedarf hoch. 2023 lag das Defizit bei 89,1 Millionen Euro, 2024 bei 98,4 Millionen Euro. Die Bilanz für 2025 steht noch aus.
Den Personalabbau im ärztlichen Bereich planen die Kliniken über natürliche Fluktuation. Pflegepersonal wird weiterhin aktiv rekrutiert. Im ersten Quartal 2026 ist das Pflegepersonal gegenüber dem ersten Quartal 2024 deutlich gewachsen. Aktuell betreiben die drei Standorte rund 900 Betten, obwohl 1.400 Planbetten vorgesehen sind.
Der neue Gesundheitscampus in Merheim soll perspektivisch 1.100 Betten umfassen. Die Gesamtkosten für Um- und Neubau belaufen sich auf 840 Millionen Euro. 590 Millionen davon trägt die Stadt Köln, 250 Millionen das Land NRW. Die Baugenehmigung für das neue Hauptgebäude wird Ende 2027 erwartet.
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