Kliniken Nordoberpfalz: Neues Führungstrio will Millionendefizit in schwarze Zahlen drehen
Ralph Junghans führt seit April 2026 die Kliniken Nordoberpfalz und will das geplante Defizit von acht Millionen Euro ohne Personalabbau überwinden…
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Die Kliniken Nordoberpfalz stehen vor einer Trendwende. Seit Mitte April 2026 leitet Ralph Junghans als Vorstand den kommunalen Klinikverbund mit dem erklärten Ziel, den Betrieb schnellstmöglich ohne Defizit zu führen. Für 2026 sind acht Millionen Euro Verlust eingeplant, das zweite Halbjahr soll bereits besser ausfallen als das erste.
Die Finanzlage ist angespannt. 2025 verzeichnete der Verbund einen Verlust von sieben Millionen Euro. Das bilanziell ausgewiesene Plus von 800.000 Euro resultierte aus der Auflösung von sieben Millionen Euro an Rückstellungen.
Junghans bildet gemeinsam mit den Klinikdirektoren Tim Egger und Stephan Schuhmacher seit Juni 2026 die neue Führung. Junghans und Egger kamen von Helios, Europas größtem Krankenhausbetreiber. Junghans leitete ab 2019 das Helios-Vogtland-Klinikum Plauen, Egger führte zuletzt die Schön-Klinik München-Harlaching von einem Millionenfehlbetrag zu einem zweistelligen Millionenüberschuss.
Die neue Leitung setzt auf interne Kompetenz statt externe Berater. Personalabbau schließt Junghans aus, Einsparungen sollen bei Sachkosten ansetzen. Mehr Eingriffe bei gleichem Personal und eine stärkere standortübergreifende Zusammenarbeit sind zentrale Hebel.
Die Standorte Weiden, Kemnath und Tirschenreuth bleiben erhalten. Erbendorf wird aus baulichen Gründen aufgegeben. Sorgen vor einer Privatisierung weist Klinikdirektor Egger zurück: Die kommunalen Gesellschafter ermöglichten schnelle Entscheidungen und seien allein der medizinischen Versorgung der Region verpflichtet.
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