Pressemeldung

Klinikverbund Hessen: Veränderungen der Gesundheitsversorgung sind weiterhin notwendig

Kongress „Zukunft Gesundheit“ des Klinikverbunds Hessen diskutierte in Wiesbaden die Reformen im Gesundheitswesen…

6. März 2026
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„Wir müssen jetzt das, was im Zuge der Krankenhausreform und des Krankenhausanpassungsgesetzes beschlossen wurde, zügig und pragmatisch umsetzen, unabhängig davon, ob wir mit einzelnen Regelungen zufrieden sind oder nicht. Die Landesregierung in Hessen ist gemeinsam mit den Krankenhäusern, den Krankenkassen und allen anderen Beteiligten dabei auf einem guten Weg“, stellte Achim Neyer, Vorstandsvorsitzender des Klinikverbunds Hessen, im Rahmen des Kongresses Zukunft Gesundheit des Klinikverbunds Hessen fest. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz und dem gesamten Team des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege für die transparente und konstruktive Arbeit am Hessischen Krankenhausplan und der Umsetzung der Krankenhausreform unter Einbeziehung aller Akteure in der Gesundheitsversorgung.

In Ihrem Grußwort betonte die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz: „Bei der Umsetzung der Krankenhausreform des Bundes geht es um die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger. Im Not- und Krankheitsfall müssen die Menschen in Hessen sich sicher sein können, medizinisch gut versorgt zu sein, das ist unsere Richtschnur – auf Hessen ist Verlass.

Wir haben die Weichen hier in Hessen bestmöglich gestellt. Mit allen relevanten Partnern haben wir uns auf die Umsetzung der Reform und die damit verbundenen notwenigen Veränderungen vorbereitet und mit dem Krankenhausplan haben wir frühzeitig die wichtige Rechts- und Planungssicherheit für die Kliniken geschaffen. Wir erwarten vom Bund nunmehr ein zügiges, praxistaugliches Verfahren.“

Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen, wies darauf hin, dass in fünf Jahren, wenn der geburtenstärkste Jahrgang in das Rentenalter kommt, etwas ein Drittel mehr Menschen in Rente gehen werden, als mit den jungen Jahrgängen in die Erwerbstätigkeit einsteigen. „Die entscheide Frage für die Zukunft der Gesundheitsversorgung ist, wie wir den steigenden Versorgungsbedarf der älter werdenden geburtenstarken Jahrgänge mit immer weniger Menschen, die in der Versorgung arbeiten, bewältigen können. Wir können nicht weitermachen, wie bisher und deshalb brauchen wir Veränderungen in der Gesundheitsversorgung und die bisher auf den Weg gebrachten Reformen müssen sich daran messen lassen, ob sie zur Lösung dieser Frage beitragen“, betont Schaffert. Die demografische Entwicklung wirke sich auch erheblich auf die Finanzierung und Finanzierbarkeit der Gesetzlichen Krankenversicherung aus.

Dies unterstrich auch Johannes Wolf vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung in der anschließenden Podiumsdiskussion. Bereits aktuell sei die Finanzierung der GKV gefährdet und die von der Bundesregierung eingesetzte Finanzkommission werde Ende März Vorschläge vorlegen, die sicherlich schmerzhaft für alle Beteiligten seien und auch Auswirkungen auf die Versorgung hätten. Kurzfristige Einsparungen seien dabei genau so notwendig, wie strukturelle Veränderungen die langfristig wirkten.

Herr Dr. Paeger, Vorstandsvorsitzender der Ameos-Gruppe, wies darauf hin, dass die regionale Versorgung dabei nicht aus den Augen verloren werden dürfe. Es gebe Regionen in Deutschland, wo das regionale Krankenhaus weit und breit der einzige Versorger sei, sowohl für die Notfall- und stationäre Versorgung als auch im ambulanten Bereich. Ein weiterer Wegfall der Versorgung würde in diesen Regionen zur weiteren Verunsicherung der Bevölkerung und politischen Destabilisierung beitragen.

Nach dem politischen Auftakt wurden am zweiten Tag des Kongresses die konkreten Umsetzungen der Reformen sowie weitere Themen wie Pflegebudget und Personalvorgaben, Vorhaltefinanzierung, Notfallversorgung, Ambulantisierung und Hybrid-DRGs sowie die Resilienz und Funktionsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Krisensituationen diskutiert.

„Für die Zukunft der Gesundheitsversorgung braucht es weitere Veränderungen“, stellte Schaffert zum Abschluss des Kongresses fest.

Quelle:
klinikverbund-hessen.de

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