Kooperation oder Kahlschlag? Klinikum Ebersberg sucht Partner in Rosenheim

Das Klinikum Ebersberg schreibt seit drei Jahren jährlich rund zehn Millionen Euro Verlust und prüft nun eine Kooperation mit Stadt und Landkreis Rosenheim…

9. Juni 2026
  • Politik
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Fast jeden Monat schließt in Deutschland mindestens ein Krankenhaus. Das Klinikum Ebersberg München Ost will dieses Schicksal abwenden. Landrat Robert Niedergesäß (CSU) setzt auf Kooperationen und beansprucht für sein Haus eine tragende Rolle in der Versorgung des Münchner Umlandes. Die wirtschaftliche Lage bleibt dabei angespannt, denn seit drei Jahren schreibt das Klinikum jährlich rund zehn Millionen Euro Verlust, die der Landkreis ausgleichen muss.

Niedergesäß sieht das Klinikum dennoch grundsätzlich stabil aufgestellt, räumt aber ein: „Mittlerweile geht es ans Eingemachte.“ Um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, haben Stadt und Landkreis Rosenheim gemeinsam mit dem Landkreis Ebersberg ein Gutachten in Auftrag gegeben, das mögliche Kooperationsfelder ausloten soll.

Das Klinikum versteht sich nicht als reinen Grundversorger, sondern beansprucht eine wichtigere Rolle in der Patientenversorgung des Münchner Umlandes. Ob externe Fachleute das bestätigen, entscheidet sich im zweiten Halbjahr 2026. Der Medizinische Dienst Bayern prüft derzeit die Leistungsgruppenvoraussetzungen, die Kliniken bis Ende 2025 beantragen konnten. Die Prüfung soll bis spätestens 31. Juli abgeschlossen sein. Die Planungsbehörde weist die Leistungsgruppen dann bis spätestens 31. Dezember 2026 zu.

Die modifizierte Krankenhausreform der aktuellen Bundesregierung verschärft die Lage nach Einschätzung von Niedergesäß zusätzlich. Er hatte gehofft, die Situation werde sich gegenüber der Ära von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verbessern. Sein Fazit: „Schlimmer geht immer.“

Quelle:
sueddeutsche.de

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