Kosten stoppen Klimatisierung: Neue Krankenhäuser in BW kühlen Patientenzimmer anders
Neue Krankenhäuser in Baden-Württemberg planen keine Klimaanlagen für Patientenzimmer. Klinikbetreiber verweisen auf hohe Energie- und Wirtschaftlichkeitskosten und setzen auf alternative Kühlkonzepte…
- Ökonomie
Klinikbetreiber in Baden-Württemberg verzichten bei Neubauten auf klassische Klimaanlagen in Patientenzimmern. Das zeigt eine dpa-Umfrage unter mehreren Trägern, die derzeit Kliniken bauen oder planen. Als zentralen Grund nennen alle Befragten die hohen Energie- und Betriebskosten.
Das Zollernalbklinikum erklärt, eine vollständige Klimatisierung aller Bereiche sei energetisch und wirtschaftlich nicht darstellbar. Das Klinikum Esslingen spricht von einem tragfähigen Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit und Hitzeschutz. Das Flugfeldklinikum in Böblingen und Sindelfingen verweist auf die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Gebäudebetriebs.
Hinzu kommen hygienische und technische Einwände: Das Ortenauklinikum nennt Zugluft, hohen Energiebedarf und besondere Hygieneanforderungen als Nachteile klassischer Klimaanlagen.
Ausnahmen gelten in allen befragten Häusern für medizinisch kritische Bereiche wie OP-Säle, CT- und MRT-Räume sowie Labor- und Apothekenbereiche. Das Klinikum Esslingen plant zusätzlich eine gekühlte Notaufnahme. Das Flugfeldklinikum sieht Kühldecken für Intensivstationen vor. Das Klinikum Stuttgart gibt an, alle medizinischen Bereiche einschließlich der Funktionsräume zu klimatisieren.
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