Krankenhäuser in NRW ohne Klimaanlagen: Minister Laumann kündigt Förderprogramm an

NRW-Gesundheitsminister Laumann räumt ein, dass die Kliniken im Land kaum mit Klimaanlagen ausgestattet sind. Ein Förderprogramm soll das ändern, doch die nächste Hitzewelle steht bereits bevor…

30. Juli 2026
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Die meisten Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen verfügen nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) „in der Regel“ über keine Klimaanlagen. Im WDR-„Morgenecho“ räumte er ein, dass sich das kurzfristig nicht ändern lasse. Derzeit werde an einem Förderprogramm für die kommenden Jahre gearbeitet.

Beim letzten Juni-Wochenende hatten extreme Temperaturen Notaufnahmen in zahlreichen Kliniken überlastet und Rettungskräfte verstärkt in den Einsatz gebracht. Seit 2021 floss laut Laumann ein Drittel aller Krankenhaus-Investitionen des Landes in Klimaschutzmaßnahmen. Die jährliche Pauschale von 700 Millionen Euro, über die Kliniken frei verfügen können, lasse sich auch für Klimatechnik nutzen.

Bis zum 28. Juni starben in NRW schätzungsweise 1.230 Menschen an Hitzefolgen, bundesweit waren es bis Ende Juni mehr als 5.000. Die meisten Fälle ereigneten sich laut Laumann in Privatwohnungen, häufig in Dachgeschossen.

Nach der Hitzewelle Ende Juni ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften in NRW zu Todesfällen in Kliniken. Im St. Remigius-Krankenhaus Leverkusen leitete die Staatsanwaltschaft Köln sieben Todesermittlungsverfahren ein, teilweise wurden diese bereits eingestellt. Weitere Verfahren betreffen ein Krankenhaus in Düren und eine Helios-Klinik in Duisburg. Strafverfahren folgen nur, wenn ein strafrechtlich relevantes Mitverschulden festgestellt wird.

Laumann betonte, Verantwortliche in Einrichtungen hätten Wettervorhersagen möglicherweise nicht ernst genug genommen, was zu Personalmangel in stark beanspruchten Bereichen geführt haben könnte.

Quelle:
apotheke-adhoc.de

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