Krankenhaus-Radar 2026: Kommunale Klinikmanager geben der Reformpolitik ein schlechtes Zeugnis

Die Studie „Krankenhaus-Radar 2026“ zeigt große Skepsis kommunaler Klinikmanager gegenüber Reform und KHAG. Viele Häuser sehen politischen Stillstand, wirtschaftlichen Druck und erwarten 2026 weitere Zusammenschlüsse oder Schließungen…

31. März 2026
  • Politik
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Kommunale Klinikmanager bewerten die Krankenhausreform und das zugehörige Anpassungsgesetz deutlich kritischer als die Bundespolitik. Die Studie „Crunchtime Krankenhaus-Radar 2026“ belegt die mangelnde Klarheit der aktuellen Reform. Den Kliniken fehlt die Unterstützung für ihre Transformation. Nur sechs Prozent der Befragten bewerten die inhaltlichen Schwerpunkte und geplanten Maßnahmen überwiegend positiv. Dabei erwarten 41 Prozent durch das Gesetz keine Veränderung und 36 Prozent befürchten sogar eine Verschlechterung.

Die wirtschaftliche Lage der kommunalen Häuser bleibt angespannt, da nur zehn Prozent ihr Haus für stabil halten. Ganze 88 Prozent rechnen im laufenden Jahr mit weiterer Konsolidierung, mit Zusammenschlüssen oder Schließungen. Der Veränderungsdruck ist für 72 Prozent der Befragten hoch. Finanzielle Restriktionen sehen 77 Prozent als Hemmnis, während 75 Prozent die politische Unklarheit kritisieren. Lediglich zwei Prozent halten die aktuellen Vorgaben auf Bundesebene für die Umsetzung der Reform für angemessen. Fast die Hälfte der Teilnehmer nimmt zudem kaum Unterstützung durch die jeweilige Landesregierung wahr. Lokalpolitische Reaktionen verzögern laut 68 Prozent der Befragten oft oder sehr oft notwendige Entscheidungen. Universität Hohenheim und Crunchtime fordern deshalb verlässliche Rahmenbedingungen und eine klare Kommunikation.

Quelle:
ku-gesundheitsmanagement.de

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