Krankenhausgesellschaft verlangt feste Krisenvorsorge in der Krankenhausplanung

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft verlangt zusätzliche Milliarden, damit Krankenhäuser sich gegen Cyberangriffe, Sabotage und mögliche Kriegsfälle wappnen und die Krankenhausplanung Krisenvorsorge verbindlich einbezieht…

1. April 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft macht Druck auf die Politik, Krankenhäuser stärker auf Krisen vorzubereiten und dafür deutlich mehr Geld bereitzustellen. Sie kritisiert, dass die Krankenhausreform Fragen der Resilienz bisher nicht ausreichend berücksichtigt habe. Aus Sicht der DKG muss die Krankenhausplanung in allen 16 Bundesländern Krisenfestigkeit und Sicherheit verbindlich aufnehmen.

DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß forderte einen gezielten und umfassenden Plan für das gesamte Gesundheitswesen. Er sagte, die Politik werde dafür zusätzliche Mittel bereitstellen müssen. Die DKG bezeichnete Krankenhäuser als essenziellen und existenziellen Teil der nationalen Daseinsvorsorge.

Den Finanzbedarf beziffert die DKG je nach Szenario unterschiedlich. Für mehr Schutz vor Cyberangriffen und Sabotage kalkuliert sie mit rund 2,7 Milliarden Euro zusätzlicher Förderung. Im Bündnisfall sieht sie einen Investitionsbedarf von 4,9 Milliarden Euro. Im Verteidigungsfall nennt sie 14 bis 15 Milliarden Euro.

Kurzfristig lassen sich diese Maßnahmen nach Angaben der DKG nicht umsetzen. Gaß fordert deshalb Prioritäten und einen klaren Stufenplan, damit bis 2027 wesentliche Fortschritte erreicht werden. Anlass der Forderung ist die Vorstellung von Reformvorschlägen für das Gesundheitssystem durch eine Expertenkommission zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Quelle:
zeit.de

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