Krankenhausreform trifft Potsdam: Klinikum Ernst von Bergmann schließt Gefäßchirurgie und Orthopädie

Zwei große Potsdamer Kliniken schließen wegen der Krankenhausreform mehrere Abteilungen. Die AfD-Fraktion beantragt eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses während der Sommerpause…

16. Juli 2026
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Das Klinikum Ernst von Bergmann und das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam schließen infolge der Krankenhausreform mehrere Abteilungen. Das Klinikum Ernst von Bergmann stellt Orthopädie und Gefäßchirurgie ein, das St. Josefs-Krankenhaus Neurologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Beide Häuser begründen die Schritte mit der Krankenhausreform und wollen Leistungen nicht mehr parallel vorhalten. Die Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Josefs-Krankenhaus hatte den Betrieb bereits zuvor wegen Personalmangels eingestellt.

Die AfD-Fraktion, größte Oppositionsfraktion im Brandenburger Landtag, hat eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses während der parlamentarischen Sommerpause beantragt. AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt kündigte den Antrag an, ein Termin steht noch aus. Die Fraktion verfügt über ausreichend Stimmen, damit der Ausschuss zustande kommt. Das Landtagspräsidium muss in der Sommerpause jedoch noch zustimmen.

Gesundheitspolitikerin Daniela Oeynhausen warnt vor negativen Folgen für Patientinnen und Patienten und stellt den Stellenwert des Maximalversorgers Klinikum Ernst von Bergmann ohne Gefäßchirurgie infrage. Das Gesundheitsministerium weist die Bedenken zurück. Sprecher Uwe Meier erwartet keinen Versorgungsmangel und bezeichnet den Schritt bei der Geburtshilfe als notwendige Konsequenz der Reform. Die Krankenhausreform zielt auf Kostensenkung und Qualitätssteigerung durch Spezialisierung. Die Brandenburger Landesregierung will eine flächendeckende Grundversorgung sicherstellen.

Quelle:
gmx.net

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