Krankenhausreform trifft Potsdam: Vier Abteilungen in zwei Kliniken schließen zum 1. August

Zwei Potsdamer Krankenhäuser schließen zum 1. August je zwei Abteilungen als Reaktion auf die Krankenhausreform. Am Bergmann-Klinikum drohen zwölf Ärzten die Entlassung…

7. Juli 2026
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Die Krankenhausreform zwingt zwei Potsdamer Kliniken zur Neuausrichtung. Das Ernst von Bergmann-Klinikum schließt Orthopädie und Gefäßchirurgie und das St. Josefs-Krankenhaus gibt Geburtshilfe und Neurologie auf. Beide Schließungen sollen zum 1. August 2026 wirksam werden.

Für Potsdam bedeutet das Ende der Geburtshilfe im St. Josefs, dass künftig nur noch das Bergmann-Klinikum als Geburtsort zur Verfügung steht. 2023 kamen dort laut Krankenhausspiegel Brandenburg 1.455 Kinder zur Welt, im Josefs waren es 638. Das Bergmann lag damit auf Platz 1, das Josefs auf Platz 7 unter 18 Geburtskliniken in Brandenburg.

Am Bergmann-Klinikum sind laut Geschäftsführer Tomislav Gmajnic nach aktuellem Stand zwölf ärztliche Stellen von Entlassungen bedroht, sofern keine alternativen Einsatzmöglichkeiten bestehen. Pflegende und Mitarbeitende des Funktionsdienstes seien davon seltener betroffen. Das Klinikum unterstütze die betroffenen Ärzte aktiv bei der beruflichen Neuorientierung. Das St. Josefs-Krankenhaus äußert sich zu möglichen Entlassungen nicht.

Gmajnic betont, die Versorgung bleibe sichergestellt. Alle wegfallenden Leistungen würden an anderen Potsdamer Standorten weiter angeboten. Die Orthopädie konzentriert sich künftig in der Oberlinklinik, die ab 1. Januar 2027 mehrheitlich zur Alexianer-Gruppe gehört und als Endoprothetikzentrum zertifiziert ist. Die Gefäßchirurgie übernimmt das St. Josefs-Krankenhaus als alleiniger Anbieter in Potsdam. Das Bergmann behält die Unfallchirurgie.

Beide Häuser betonen, die Schließungen stünden nicht im Zusammenhang mit der Qualität der betroffenen Teams.

Quelle:
maz-online.de

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