KV Saarland blockiert Nordsaarlandklinik und hinterlässt den Hochwald ohne Versorgungsperspektive

Die Kassenärztliche Vereinigung Saarland hat die Absichtserklärung für die Nordsaarlandklinik nicht unterzeichnet. Die Saar-Grünen warnen vor wachsender Unterversorgung im Hochwald…

22. Juli 2026
  • Ökonomie

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland hat die Unterzeichnung der Absichtserklärung für das Modellprojekt „Nordsaarlandklinik“ abgelehnt. Damit scheitert vorerst ein Vorhaben, das ambulante und stationäre Versorgung im saarländischen Hochwald sektorenübergreifend verknüpfen sollte.

Saar-Grünen-Landesvorsitzender Volker Morbe bezeichnet die Entscheidung als herben Rückschlag. Er wirft den KV-Mitgliedern vor, den Mut zu neuen Versorgungswegen zu vermissen. Die Region kämpft bereits mit unbesetzten Hausarztsitzen, fehlenden Fachärzten und den Folgen des demografischen Wandels.

Morbe sieht die Landespolitik nun in der Pflicht. Gesundheitsminister Magnus Jung müsse zügig erklären, mit welchen rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen die Versorgung im Hochwald dauerhaft gesichert werden soll. Zusätzlichen Druck erzeugt die bundesweite Krankenhaus- und Gesundheitsreform, die die wirtschaftliche Lage der stationären Versorgung weiter verschärft.

Da Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Reform auf Bundesebene mitgetragen hat, sehen die Saar-Grünen sie in der Verantwortung, tragfähige Rahmenbedingungen für das Saarland durchzusetzen. Die Partei kündigt an, sich weiterhin für eine verlässliche Versorgungsperspektive im Hochwald einzusetzen.

Quelle:
homburg1.de

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