Länderfinanzierung bleibt hinter Investitionsbedarf der Kliniken zurück

Die Investitionsmittel der Länder reichen nicht aus, um den Krankenhausbestand zu sichern…

13. Januar 2026
  • Politik
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Der aktuelle Investitionsbedarf für den Erhalt der deutschen Krankenhäuser beläuft sich auf rund 6,5 Milliarden Euro. Nach Auswertungen auf Basis des InEK-Investitionsbewertungskatalogs decken die Bundesländer davon jedoch lediglich etwa 50 Prozent ab.

Der sogenannte IBR-Katalog wurde entwickelt, um Investitionsmittel leistungsbezogen und nachvollziehbar auf die Kliniken zu verteilen. Eine verpflichtende Anwendung ist jedoch nicht vorgesehen. Ob und in welchem Umfang die ermittelten Beträge tatsächlich zur Grundlage der Investitionsfinanzierung werden, entscheiden die Länder eigenständig. Derzeit nutzen nur wenige Länder das Instrument systematisch. Dazu zählen Hessen, Berlin und Bremen. In der Mehrzahl der Länder erfolgt die Investitionsfinanzierung weiterhin unabhängig von den im Katalog ausgewiesenen Bedarfen. Damit bleibt die strukturelle Unterfinanzierung der Krankenhausinvestitionen bestehen und belastet langfristig Substanz, Modernisierung und Versorgungsfähigkeit der Kliniken.

Quelle:
aok.de

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