Landkreis Ravensburg prüft Zukunft der OSK – Richtungsentscheidung frühestens 2027
Die Oberschwabenklinik verzeichnet für 2025 ein Defizit von 23,19 Millionen Euro. Geschäftsführer Faust setzt auf bessere Prozesse und zentrales Kapazitätsmanagement, während der Landkreis die strategische Ausrichtung prüft…
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Die OSK hat im Geschäftsjahr 2025 einen Fehlbetrag von 23,19 Millionen Euro angehäuft. Geschäftsführer Dr. Jan-Ove Faust reagiert mit organisatorischen Veränderungen: neue Unternehmensleitung, verstärkte betriebswirtschaftliche Steuerung und ein zentrales Kapazitätsmanagement, das ihm direkt unterstellt ist.
Handlungsbedarf sieht Faust vor allem bei Dokumentation und Abrechnung. Die OSK müsse sicherstellen, dass erbrachte Leistungen vollständig erlöst werden. Gleichzeitig würden die Kosten systematisch geprüft.
Das neue Kapazitätsmanagement soll Engpässe früher erkennen, vorhandene Ressourcen besser nutzen und klinische Abläufe aufeinander abstimmen.
Faust verweist auf schwierige Rahmenbedingungen. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz werde Krankenhäuser zusätzlich belasten. Die konkrete Höhe für die OSK sei noch unklar. Defizite könnten nicht dauerhaft von anderer Seite ausgeglichen werden.
Die strategische Ausrichtung liegt beim Landkreis Ravensburg als Träger. Dieser führt eine Markterkundung mit vertraulichen Gesprächen durch. Eine Richtungsentscheidung wird frühestens Anfang 2027 erwartet. Einer Kooperation mit dem AMEOS Klinikum Friedrichshafen steht Faust offen gegenüber. Konkrete Projekte gibt es derzeit nicht.
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