Medizininformatik-Initiative macht Milliarden Klinikdaten für Forschung nutzbar
Die Medizininformatik-Initiative hat an allen Universitätskliniken eine bundesweite Dateninfrastruktur aufgebaut. Über das Forschungsdatenportal stehen Milliarden Datensätze für Forschung, KI-Anwendungen und perspektivisch auch für die regionale Versorgung bereit…
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Die Medizininformatik-Initiative hat in zehn Jahren eine bundesweite Infrastruktur geschaffen, die klinische Daten in großem Umfang für Forschung nutzbar macht. Damit legt sie die Grundlage für datengetriebene Medizin, KI-Anwendungen und eine engere Verbindung von Forschung und Versorgung.
Auf dem MII-Symposium am 24. und 25. März 2026 zogen zentrale Akteure Bilanz. Über das Forschungsdatenportal für Gesundheit können Forschende inzwischen auf mehr als zwei Milliarden Laborwerte, Basisdaten von mehr als 21 Millionen Patientinnen und Patienten sowie über 200 Millionen Vitaldaten aus der Intensivmedizin zugreifen.
Diese Nutzung stützt sich auf Datenintegrationszentren an allen Universitätskliniken. Sie bereiten Versorgungs- und Forschungsdaten datenschutzgerecht auf und stellen sie standortübergreifend für die Forschung bereit. Das Portal ermöglicht dazu Machbarkeitsanfragen und standardisierte Antragsverfahren.
Auf dem Symposium zeigten mehrere Projekte den praktischen Nutzen der Daten. Beispiele reichten von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Sepsis bis zu präziseren pädiatrischen Referenzintervallen durch die Studie PEDREF 2.0.
In der nächsten Phase wachsen MII und Netzwerk Universitätsmedizin enger zusammen. Gleichzeitig sollen die Digitalen FortschrittsHubs Daten aus der regionalen Versorgung erschließen. Bis 2029 will die Initiative die Datennutzung transsektoral ausbauen. Das Bundesministerium fördert die MII bis Ende 2026 mit insgesamt über 480 Millionen Euro.
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