Mehr Beziehung, mehr Kommunikation: Neuer Ansatz für die Pflegepraxis
Eine US-Pflegewissenschaftlerin plädiert für eine grundlegende Weiterentwicklung des Pflegeprozesses. Beziehung und Kommunikation sollen zentrale Elemente werden…
- Pflege
Der Pflegeprozess gilt international als zentrales Instrument professioneller Pflege. Seine heutige Form entwickelte sich schrittweise aus frühen Modellen, die sowohl pflegerische Beziehung als auch biomedizinische Aspekte berücksichtigten. Anerkennung fand insbesondere das vierphasige Modell aus Assessment, Planung, Durchführung und Evaluation, das auch von der Weltgesundheitsorganisation unterstützt wird.
Die US-Pflegewissenschaftlerin Mary Curry Narayan spricht sich nun für eine konzeptionelle Weiterentwicklung aus. Sie schlägt vor, den Pflegeprozess als „wissenschaftliche Methode der Pflege“ zu verstehen und um zwei Phasen zu ergänzen. Der Beziehungsaufbau soll den Einstieg bilden, Kommunikation den Abschluss. Beides soll die Patientenorientierung und die Sicherheit stärken.
Zudem regt Narayan eine sprachliche Anpassung bestehender Phasen an. Probleme, Stärken und Ziele sollen gemeinsam mit den Patienten definiert werden. Die Pflege wird damit klar als kritische, evidenzbasierte Denkmethode positioniert.
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