Tarifeinigung an Unikliniken: 25.000 Ärzte bekommen rückwirkend mehr Gehalt
Der Marburger Bund und die TdL haben sich auf zwei lineare Gehaltserhöhungen für rund 25.000 Ärztinnen und Ärzte an landeseigenen Unikliniken geeinigt…
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Der Marburger Bund hat in der dritten Verhandlungsrunde am 9. Juni 2026 in Berlin eine Tarifeinigung mit der Tarifgemeinschaft der Länder erzielt. Der Abschluss gilt für rund 25.000 Ärztinnen und Ärzte an landeseigenen Universitätskliniken im Geltungsbereich des TV-Ärzte.
Die Gehälter steigen in zwei Schritten. Rückwirkend zum 1. April 2026 um 2,95 Prozent und zum 1. September 2027 um weitere 2,45 Prozent. Die Laufzeit endet am 31. Juli 2028.
Parallel verpflichteten sich die Arbeitgeber, ab 1. Juni 2027 Tarifverhandlungen über die strukturelle Weiterentwicklung des Tarifvertrages aufzunehmen. Der 2. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Andreas Botzlar, betonte, man habe verhindert, dass hohe Steigerungen am Laufzeitende durch anfangs niedrige Erhöhungen gegenfinanziert werden. Zudem sollte die anstehende Tarifnovellierung nicht zur Verzögerung der Entgeltentwicklung ab Mitte 2027 genutzt werden können.
Die Einigung steht unter Zustimmungsvorbehalt der Tarifgremien beider Seiten. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 6. Juli 2026. Nicht erfasst sind die Universitätskliniken in Hamburg, Berlin, Mainz und Hessen, für die abweichende Regelungen gelten.
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