Mehr Geld pro Fall: Thüringens Kliniken erhalten höheren Landesbasisfallwert

Thüringens Krankenhäuser erhalten höhere Erlöse pro Behandlungsfall. Die Anhebung lindert den Kostendruck, reicht aus Sicht der Kliniken jedoch nicht aus…

14. Januar 2026
  • Ökonomie

Die Krankenhäuser in Thüringen erhalten im Jahr 2026 mehr Geld für stationäre Behandlungen. Der Landesbasisfallwert steigt auf 4.561,65 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von rund drei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf diesen Wert stützen sich die Fallpauschalen, über die Kliniken ihre Leistungen abrechnen.

Nach Angaben der Vertragspartner wurde die gesetzlich maximal mögliche Anpassung vereinbart. Die Landeskrankenhausgesellschaft verweist jedoch darauf, dass die Kosten für Personal, Energie und Sachmittel deutlich stärker gestiegen sind. Aus Sicht der Krankenhäuser bleibt die Finanzierung angespannt. Positiv bewertet wird, dass eine Einigung ohne Einschaltung einer Schiedsstelle zustande kam.

Der Verband der Ersatzkassen rechnet für Thüringen mit Gesamtausgaben von rund 2,1 Milliarden Euro. Das sind etwa 81 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Zugleich mahnt der Verband zur Zurückhaltung, da steigende Ausgaben langfristig die Beiträge der Versicherten belasten. Zudem sieht er das Land stärker in der Verantwortung, Investitionen in Gebäude, Technik und Ausstattung verlässlich zu finanzieren.

Quelle:
aerzteblatt.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.