IKK classic fordert vollständige Abschaffung der MD-Prüfquoten für Krankenhausabrechnungen

Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic, kritisiert, dass der Kabinettsentwurf zum GKV-BStabG die FKG-Empfehlung zur Abschaffung der Prüfquoten für Krankenhausabrechnungen nur teilweise umsetzt…

11. Juni 2026
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In ihrem ersten Bericht kam die Finanzkommission Gesundheit (FKG) zu dem Ergebnis, dass das quotenbasierte MD-Prüfverfahren stationärer Abrechnungen die Abrechnungsqualität nicht verbessert. So waren im vierten Quartal 2025 42,7 Prozent der geprüften Krankenhausabrechnungen fehlerhaft, im ersten Quartal 2020 waren es 43,7 Prozent. Die Fehlerquote ist damit nahezu unverändert.

Die FKG empfiehlt daher, die Prüfquoten abzuschaffen. Frank Hippler, der Vorstandsvorsitzende der IKK classic, unterstützt diese Empfehlung ausdrücklich. Er begründet dies nicht nur mit der erwarteten Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung um rund 1,4 Milliarden Euro ab 2027, sondern auch mit dem grundlegenden Argument, dass wirksame Kontrollen regelkonformes Verhalten stärker fördern als ein System, das Fehlanreize setzt.

Der Kabinettsentwurf zum GKV-Bundessicherstellungsgesetz (GKV-BStabG) greift diese Empfehlung jedoch nur teilweise auf. Zwar sollen Prüfquoten und Schwellenwerte ab 2027 angepasst werden. Die Grundprobleme bleiben jedoch bestehen. So dürften in der höchsten Prüfstufe künftig nur noch maximal 25 Prozent der Rechnungen geprüft werden, obwohl zuvor mindestens 40 Prozent der Schlussrechnungen beanstandet wurden. Weitere Prüfungen sind erst vorgesehen, wenn mehr als 60 Prozent der Krankenhausrechnungen fehlerhaft sind.

Hippler fordert die Bundesregierung daher auf, die FKG-Empfehlungen vollständig umzusetzen und die Prüfquoten abzuschaffen, um unnötige Zusatzkosten für Beitragszahler zu begrenzen.

Quelle:
monitor-versorgungsforschung.de

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