Nach Krankenhaus-Aus folgt der MVZ-Rückzug: Dippoldiswalde verliert weitere Ärzte
Die Klinikkonzerne Helios und Sana ziehen ihre MVZ aus Dippoldiswalde ab. Mehrere Facharztpraxen schließen, für einige laufen Nachfolgegespräche. Patienten und Kommunalpolitik kritisieren Tempo und Kommunikation…
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Helios und Sana geben ihre Medizinischen Versorgungszentren in Dippoldiswalde auf. Damit schließen mehrere Facharztpraxen im ehemaligen Klinikgebäude, das erst 2024 nach der Einstellung des stationären Betriebs zum ambulanten Gesundheitszentrum umgewandelt wurde.
Betroffen sind unter anderem Orthopädie, Chirurgie, Gynäkologie und Dermatologie. Die Hautarztpraxis schließt zum 31. März 2027, die übrigen zum 30. September 2026. Patienten im ländlichen Raum berichten, dass umliegende Praxen, etwa in Freital, keine neuen Patienten aufnehmen.
Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) kritisiert die schleppende Kommunikation der MVZ-Betreiber. Sie fordert, dass Betreiber, Kassenärztliche Vereinigung, Ärzte und Lokalpolitik frühzeitig gemeinsam informiert werden. Zudem bemängelt sie, dass erst nach Nachfolgern gesucht werde, wenn Strukturen bereits zerstört seien.
Elf private Ärzte bleiben im Gebäude. Die Hausarztpraxis wird ab Januar 2027 eigenständig weitergeführt. Für die Chirurgie ist eine Weiterführung geplant, für die Kinder- und Jugendmedizin gibt es Übernahme-Interessenten. Auch für die Gynäkologie laufen Gespräche. Helios begründet den Rückzug mit einer Wirtschaftlichkeitsprüfung, nennt aber keine Zahlen. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen verweist auf die Zuständigkeit des MVZ-Betreibers.
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